15 Juli 2012, 12:49
Christus – der Mittelpunkt der Geschichte
 
Hildegard13
 
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Benedikt XVI. beim Angelus: die Zusammenfassung des Heilswerk Gottes in vier Schritten. Bonaventura: es gibt für die Kirche kein Zurückschreiten, sondern nur ein Vorangehen. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Nach der heiligen Messe in Frascati kehrte Papst Benedikt XVI. in den Apostolische Palast von Castel Gandolfo zurück, um mit den im Innenhof zahlreich versammelten Gläubigen das traditionelle Gebet des Angelus zu beten.

In seiner Ansprache erinnerte Benedikt XVI. daran, dass heute der liturgische Gedenktag des heiligen Bonaventura von Bagnoreggio begangen wird, des Nachfolgers des heiligen Franziskus bei der Leitung des Ordens der Franziskaner. Der Papst betonte, dass das Heilswerk, das Christus vor 2000 Jahren unter die Menschen gebracht habe, als Geschichte gelesen werden könne. Es würde jedoch nie Rückschritte verzeichnen, da das, was von Christus stamme, sich in stetem Fortschritt befinde.

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Diese Gewissheit sei auch der zweiten Lesung vom heutigen Sonntag zu entnehmen, wenn der heilige Paulus im Epheserbrief eine „außerordentliche Zusammenfassung in vier Schritten“ jenes Planes des Segens biete, den Gott mit dem Kommen Christi über die Menschheit gebracht habe. Denn „in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott“, in ihm seien wir erlöst, durch ihn seien wir als Erben vorherbestimmt, „durch ihn habt ihr das Siegel des verheißenen Heiligen Geistes empfangen, als ihr den Glauben annahmt“.

Dieser Hymnus enthalte die Vision der Geschichte, zu deren Verbreitung in der Kirche der heilige Bonaventura beigetragen habe. Die ganze Geschichte „hat als Mittelpunkt Christus, der auch Neuheit und Erneuerung in allen Zeitaltern gewährleistet“. In Jesus „hat Gott alles gegeben und gesagt, doch da er ein unerschöpflicher Schatz ist, hört der Heilige Geist nie auf, sein Geheimnis zu offenbaren und aktuell zu machen. Daher schreitet das Werk Christi und der Kirche nie zurück, sondern stets voran“.

Christus als Mittelpunkt der Geschichte sei der Angelpunkt der Theologie Bonaventuras gewesen, der auch als Bischof von Albano gewirkt und die erste Biographie des Franziskus verfasst habe. In einem seiner Briefe schreibe Bonaventura: „Ich bekenne vor Gott, dass der Grund, aus dem heraus ich das Leben des seligen Franziskus am meisten liebe, darin besteht, dass er den Anfängen und dem Wachsen der Kirche ähnelt“. Franziskus habe nach seiner Bekehrung das Evangelium wörtlich praktiziert und sei so ein treuer Zeuge Jesu geworden. In besonderer Weise mit dem Kreuz verbunden sei dieser nach Bonaventura zu einem „anderen Christus“ geworden.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Ganz herzlich grüße ich die Pilger und Besucher deutscher Sprache. Im Hallelujavers des heutigen Sonntags singt die Kirche: „Der Vater unseres Herrn Jesus Christus erleuchte die Augen unseres Herzens, damit wir verstehen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind." Oft sind unsere Augen gehalten, unser Schauen bleibt in der sichtbaren Welt mit ihren Begrenzungen gefangen. Gott will unseren Blick weit machen für das Große, für das Leben in Fülle, das nur er geben kann. Er selbst will unser Glück und unsere Freude sein. Öffnen wir dem Herrn im täglichen Gebet unser Herz, damit seine Liebe in uns immer mehr wachsen kann. Gott segne euch alle!








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