13 Juli 2012, 09:40
'Kirche gibt es nicht ohne Priester'
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Priester'
Bamberger Erzbischof Schick erinnert an das Konzil: Bis zum Ende der Welt muss das Volk Gottes stets seine Priester haben

Vierzehnheiligen/Bamberg (kath.net/bbk) Im Hinblick auf den Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren hat Erzbischof Ludwig Schick die Priester dazu aufgerufen, erneut die Konzilstexte zu lesen und sich daran zu orientieren. Anlässlich eines Gottesdienstes mit Jubilaren, die auf 60, 50, 40 und 25 Priesterjahre zurückblicken können, erinnerte der Erzbischof am Freitag in Vierzehnheiligen an das Dekret „Presbyterorum ordinis“, in dem es heißt, jeder müsse „Jesus in seinem Herzen heilighalten und durch den Geist der Verkündigung Zeugnis von Jesus ablegen“.

Werbung
christenverfolgung


Die Priester seien „berufen zum Dienst an der Berufung des Volkes Gottes“, betonte der Oberhirte und rief die Geistlichen auf, die Konzilsdokumente im Original wieder zu lesen. „Kirche gibt es nicht ohne Priester, die ihren Dienst selbstlos und uneigennützig, aus Liebe zu Christus und zu den Menschen erfüllen“, sagte Schick Das priesterliche Gottesvolk brauche die Priester, die in der Weihe mit heiliger Vollmacht für die Verkündigung, die Sakramentenfeier und die pastorale Leitung ausgestattet seien. Die Sorge um Berufungen für den priesterlichen Dienst sei dem ganzen Volk Gottes ans Herz gelegt, besonders aber den Priestern selbst. In dem Konzilsdekret heiße es, es müsse den Priestern darum gehen, „durch ihren Dienst am Wort und das Zeugnis ihres eigenen Lebens (…) den Gläubigen die Erhabenheit und die Notwendigkeit des Priestertums vor Augen zu stellen“.
Der priesterliche Dienst bestehe im Inspirieren, Moderieren und Integrieren der Gläubigen ins heilige Volk Gottes. „Der Priester soll die Charismen und Begabungen der einzelnen Gläubigen entdecken und entfalten, damit sie eine königliche Priesterschaft bilden, die Gott die Ehre gibt und zum Heil der Menschen wirkt.“
Es müsse ein großes Anliegen sein, um Priesterberufungen zu werben und in diesem Anliegen zu beten. „Es gibt genügend Berufungen“, betonte Erzbischof Schick. „Sie werden oft nur nicht gehört und entfaltet, weil wir Priester und Gläubigen den jungen Menschen keine oder nicht genügend Anregungen und Möglichkeiten dazu geben.“

Foto Erzbischof Ludwig Schick: (c) Erzbistum Bamberg

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!











Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

"Wir werfen Ihnen vor, Ihr geistliches Amt zu missbrauchen!" (157)

AfD-Abgeordneter auf offener Straße zusammengetreten (93)

Kardinal Marx gegen Begriff "christliches Abendland" (58)

Europäischer Gerichtshof zum deutschen „Homeschooling“-Verbot (44)

Nackte 'Pieta' und Lesbenbild im Pfarrhof des Wiener Stephansdoms (34)

Johannes Hartl: „Auch Christen können Depressionen haben“ (31)

Strebt die Mehrheit der deutschen Diakone ein Schisma an? (27)

Ex-Vatikandiplomat fordert McCarrick zu öffentlicher Reue auf (26)

Kardinal Wuerl wusste seit 2004 von Missbrauchsfällen durch McCarrick (25)

Geld regiert die Kirchenwelt (22)

Marx verleugnet zum wiederholten Mal das Christentum (19)

'Wir haben keine Meinungsfreiheit in Deutschland!' (19)

Polen: 38 Prozent der Katholiken nehmen an Sonntagmesse teil (18)

Päpstliche Visitation der Diözese Gurk-Klagenfurt wird ausgeweitet (17)

'Innerlich über das Gehörte fast ein bissl erschüttert' (16)