10 Juli 2012, 17:10
Vatikan hat Erfolg: Gericht stoppt Satiremagazin 'Titanic'
 
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UPDATE: Erfolg für den Vatikan: Das Landgericht Hamburg hat am Dienstag eine Einstweilige Verfügung gegen die aktuelle Ausgabe des Satiremagazins «Titanic» erlassen.

Bonn (kath.net/KNA) Erfolg für den Vatikan: Das Landgericht Hamburg hat am Dienstag eine Einstweilige Verfügung gegen die aktuelle Ausgabe des Satiremagazins «Titanic» erlassen. Wie das Gericht am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) bestätigte, darf «Titanic» die Vor- und Rückseite der aktuellen Ausgabe nicht weiter

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verbreiten. Zuvor hatte das Vatikanische Staatssekretariat eine Anwaltskanzlei mit der Durchsetzung einer Unterlassungsverpflichtung
beauftragt. «Titelbild und Rückseite der aktuellen Titanic-Ausgabe sind rechtswidrig. Sie verletzen den Heiligen Vater in seinen Persönlichkeitsrechten», so Matthias Kopp, der Sprecher der Bischofskonferenz.

Die aktuelle Ausgabe des Frankfurter Magazins nimmt offenbar Bezug auf die Vatileaks-Affäre. Sie zeigt unter dem Titel «Halleluja im Vatikan - Die undichte Stelle ist gefunden!» ein Foto des grüßenden Papstes Benedikt XVI. mit einem mittels Bildmanipulation eingefügten Urinfleck auf der Soutane. «Titanic» überschreite damit jedes Maß an Zumutbarem, kritisierte Kopp. «Das hat bereits eine rechtliche Prüfung bestätigt.» Aus diesem Grund sei «Titanic» aufgefordert worden, eine Unterlassungsverpflichtungserklärung abzugeben.

In einer offenbar satirisch gemeinten ersten Stellungnahme erklärte «Titanic»-Chefredakteur Leo Fischer, der Titel zeige einen Papst, der nach Aufklärung der Spitzelaffäre «Vatileaks» feiert und im Überschwang «ein Glas Limonade» über seine Soutane verschüttet habe. Die Unterlassungserklärung werde man einstweilen nicht unterzeichnen.

«Titanic» verbreitete zudem ein von Erzbischof Angelo Becciu, dem Substitut des Vatikanischen Staatssekretariats, unterzeichnetes Schreiben an den Bonner Rechtsanwalt Gernot Lehr, der auf Medienrecht spezialisiert ist. Demnach beauftragt ihn der Papst, «gegen die Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte vorzugehen». Auch Vatikan-Sprecher Federico Lombardi bestätigte den Vorgang am Dienstag auf Anfrage, verwies aber für nähere Informationen an die Deutsche Bischofskonferenz.

Beschwerdemöglichkeit beim PRESSERAT: http://www.presserat.info




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