
Wien (kath.net/pew) Nach seiner Rückkehr von einer Studienreise in den USA habe er "mit großer Bestürzung von den wüsten Grabschändungen auf dem jüdischen Teil des Zentralfriedhofs erfahren", schreibt Kardinal Christoph Schönborn in einem an den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, und an den Wiener Oberrabiner Paul Chaim Eisenberg adressierten Brief am Mittwoch, 4. Juli 2012.
Wie am Freitag bekannt wurde, sind am Wiener Zentralfriedhof jüdische Grabsteine umgestoßen worden. 43 jüdische Gräber wurden geschändet. Allerdings wurden keine Parolen gesprüht.
Mitgefühl und Gebet für die jüdische Gemeinde
"Ich möchte nicht versäumen, Sie und die ganze jüdische Gemeinde des Mitgefühls, der Solidarität und des Gebetes der Erzdiözese Wien zu versichern. Was unseren älteren Brüdern angetan wird, verletzt und empört auch uns", heißt es in dem Brief. Die "traurigen Vorkommnisse" würden ein weiteres Mal bestätigen, "wie wichtig die Fortsetzung und Intensivierung des jüdisch-christlichen Dialogs ist", betont der Wiener Erzbischof.
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