05 Juli 2012, 11:30
Kritik an Hörfunkandacht: Verkündigungsauftrag verfehlt
 
Hildegard13
 
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Pfarrerin sprach im „Zuspruch am Morgen“ (HR1) über den US-Schauspieler und Scientologen Tom Cruise

Kassel/Wetzlar (kath.net/idea) Heftige Kritik an der Hörfunksendung „Zuspruch am Morgen“ im Hessischen Rundfunk (HR1) vom 3. Juli hat der Christliche Medienverbund KEP (Konferenz Evangelikaler Publizisten) geübt. Darin sprach die Pfarrerin Ute Zöllner (Kassel) über den 50. Geburtstag des US-Schauspielers Tom Cruise (Foto)– Anhänger der umstrittenen Scientology-Organisation – und den Film „Mission: Impossible“, in dem Cruise die Hauptrolle spielte. Im Anschluss sagte die Theologin: „Kinohelden sind ganz normale Menschen. Sie haben ihre Schattenseiten. Sie haben Gewohnheiten und Vorlieben, die sie in einem schwierigen Licht erscheinen lassen. Bei Tom Cruise ist das für mich seine Zugehörigkeit zur religiösen Organisation der Scientologen. Die Scientologen verstehen sich als Elite, die dazu bestimmt ist, die Erde zu retten im Kampf gegen eine totalitäre Bedrohung. Was im Film für Spannung und Unterhaltung sorgt, ist in der Realität aber ein undurchsichtiges Geschäft mit der Sehnsucht von Menschen nach Erlösung. Tom Cruise, ein kleiner, starker Held, angewiesen auf Vergebung wie jeder Mensch.“

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Baake spricht von „vertaner Sendezeit“

Der Geschäftsführer des Christlichen Medienverbundes KEP, Wolfgang Baake (Wetzlar), kritisierte den „Zuspruch“ als „vertane Sendezeit“. Die Sprecherin sei „ihrem Verkündigungsauftrag nicht gerecht geworden“, schrieb er an Frau Zöllner und den Beauftragten der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Pfarrer Michael Becker (Kassel). Zwar habe die Theologin von „Vergebung“ geredet, auf die jeder angewiesen sei, habe aber keinen Hinweis gegeben, bei wem und von wem man Vergebung erfahren könne. Es sei ein „Armutszeugnis“, dass Zöllner nicht aufzeige, dass Jesus Christus die Vergebung anbiete und dafür sein Leben gegeben habe. Wenn eine Pfarrerin sich in einer Hörfunksendung des Evangeliums von Jesus Christus schäme, „sollte man ihr diese Plattform in der Zukunft nicht mehr bieten“, fordert Baake.






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