
Washington (www.kath.net/ KNA)
Die katholischen US-Bischöfe fordern nach dem Supreme-Court-Urteil zugunsten der Gesundheitsreform vom US-Kongress eine Beseitigung grundlegender Mängel des Gesetzes. Die Bischofskonferenz kritisierte am Donnerstag (Ortszeit) unter anderem die in der Reform vorgesehene Regelung zur Finanzierung von Abtreibungen, einen fehlenden Schutz von Gewissensfreiheit sowie eine unfaire Behandlung von Migranten.
Die Bischofskonferenz habe sich bislang nicht an Bemühungen beteiligt, das Gesetz zu stoppen, und werde dies auch jetzt nicht tun, heißt es. Die Entscheidung des Obersten Gerichts verringere jedoch weder die moralische Notwendigkeit, eine angemessene medizinische Versorgung für alle sicherzustellen, noch mache sie die Korrektur der bestehenden Mängel überflüssig.
Der Oberste Gerichtshof der USA hatte die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama am Donnerstag für zulässig erklärt. Zwar werteten die Richter die im Gesetz vorgesehene Verpflichtung für Bundesstaaten, das staatliche Gesundheitsprogramm für Bedürftige auszubauen, für verfassungswidrig. Die Vorschrift, dass alle Amerikaner künftig eine Krankenversicherung haben müssen, bestätigen sie jedoch.
Im Vorfeld der Entscheidung zur Gesundheitsreform hatte die katholische Kirche unter anderem gegen Pläne protestiert, nach denen Arbeitgeber ihren Angestellten künftig kostenlosen Zugang zu Empfängnisverhütung und Sterilisation ermöglichen sollen. Dies soll auch für Unternehmen in kirchlicher Trägerschaft gelten. Die Kirche wertet dies als Verstoß gegen die Gewissensfreiheit.
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