
Rom (kath.net/as) Der Weg der Ökumene soll in den vor 50 Jahren mit dem II. Vatikanischen Konzil begonnenen Spuren fortgesetzt werden. Mit diesen Worten wandte sich Papst Benedikt XVI. an die Delegation des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel, die der Tradition entsprechend anlässlich des Hochfestes St. Peter und Paul in Audienz empfangen wurde. Der Papst dankte dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. für seine Dialogbereitschaft und seinen Einsatz für die Verkündigung des Evangeliums.
Die mit dem Martyrium besiegelte Verkündigung der heiligen Petrus und Paulus sei der feste und ewige Grund, auf dem die Kirche errichtet werde. Gerade in der Treue zum von den Aposteln überlieferten „depositum fidei“ finde sich die Wurzel der Gemeinschaft, „in deren Erfahrung wir unter uns bereits kommen“, so der Papst. Benedikt XVI. erinnerte daran, dass am kommenden 11. Oktober der 50. Jahrestag der Eröffnung des II. Vatikanischen Konzils begangen werde. Dieses Ereignis sein von außerordentlicher Bedeutung auch für den Weg der Ökumene.
Am Konzil hätten Vertreter des Ökumenischen Patriarchats als „brüderliche Delegierte“ teilgenommen. So habe eine wichtige Phase der Beziehungen „zwischen unseren Kirchen“ begonnen. Der Papst dankte für die Wiederentdeckung dieser tiefen Einheit und für den in diesen Jahren von der katholisch-orthodoxen Dialogkommission zurückgelegten Weg und sprach die Hoffnung aus, dass es in der aktuellen Phase zu Fortschritten kommen werde.
Benedikt XVI. rief die Gestalt des Ökumenischen Patriarchen Athenagoras in Erinnerung, dessen 40. Todestag in den kommenden Tagen begangen werde. Athenagoras habe zusammen mit dem seligen Johannes XXIII. und Paul VI. – alle beseelt „von der Leidenschaft für die Einheit der Kirche, die dem Glauben an Christus, den Herrn, entspringt“ – mutige Initiativen gefördert, die den Weg für neue Beziehungen zwischen dem Ökumenischen Patriarchat und der katholischen Kirche freigemacht hätten.
Der Papst brachte seine Freude zum Ausdruck, dass Bartholomaios I. mit neuer Treue und fruchtbarer Kreativität den von seinen Vorgängern Athenagoras und Dimitrios abgezeichneten Weg fortsetze. „Der Herr schenke uns eine immer vollere Gemeinschaft nach seinem Willen“, so Benedikt XVI. abschließend, „damit wir immer eines Herzens und einer Seele seinen Namen preisen können“.
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