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Päpstliche Schweizergarde besucht Österreich

1. Juli 2012 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Sommerliche Pilgerreise führt von Szombathely über Pressburg nach Wien


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Eine sommerliche Pilgerreise wird die päpstliche Schweizergarde in den kommenden Tagen u.a. nach Österreich führen. Ab 4. Juli besuchen die Gardisten auf den Spuren des Heiligen Martin, einem ihrer Patrone, außerdem Ungarn und die Slowakei. Auf dem Programm der Reise stehen u.a. das ungarische Szombathely - der Geburtsort des Heiligen - und Pressburg, wo die Gardisten mit Vertretern der griechisch-katholischen Kirche zusammentreffen werden. Auch ein Treffen mit der Garde des slowakischen Präsidenten ist geplant.

In Wien ist weiters eine Begegnung mit Nuntius Erzbischof Stephan Peter Zurbriggen und Kardinal Christoph Schönborn geplant. Auch ein Besuch des Stephansdoms gehört zum Programm. Stift Heiligenkreuz und die Theologische Hochschule Papst Benedikt XVI. werden die Gardisten ebenfalls besuchen.


Für den Schutz des Papstes ist freilich zu jeder Zeit gesorgt. Die Gardisten reisen in mehreren Gruppen hintereinander, so dass einige Einheiten immer ihren Sicherungs- und Repräsentationsaufgaben im Vatikan und in Castelgandolfo nachkommen können.

Der Kaplan der Schweizergarde, Alain de Raemy, erklärte gegenüber "Radio Vatikan" den Sinn der Reise: "Wir möchten den Gemeinschaftssinn fördern. Die Gardisten sind es gewohnt, hier im Vatikan oder in Castelgandolfo im Dienst zu stehen. Diese Pilgerfahrt ist die einzige Gelegenheit für uns, uns außerhalb von Rom besser kennenzulernen."

Der Heilige Martin ist gemeinsam mit dem Heiligen Sebastian und dem Heiligen Nikolaus von Flüe Patron der Schweizergarde. Die gegenwärtig rund 110 Mann zählende Garde bewacht die Päpste und ihren Palast seit 1506. Mitglied können nur katholische Männer werden, die in ihrer Schweizer Heimat Militärdienst geleistet haben und einen untadeligen Ruf besitzen. Wer Hellebardier wird, sollte mindestens 1,74 Meter groß sein, darf bei Eintritt noch keine 30 Jahre zählen und muss unverheiratet sein. Offiziere und länger gediente Gardisten dürfen heiraten.

Nach geltender Ordnung ist heute die Hauptaufgabe der direkt dem Papst unterstellten Garde, über die Sicherheit der Person und der Residenz des Heiligen Vaters zu wachen. Zudem begleiten Gardisten den Papst auf Reisen, kontrollieren die Eingänge zum Vatikanstaat und nehmen Ordnungs- und Ehrendienste wahr. Während ihrer mindestens zweijährigen Dienstzeit sind die Gardisten Bürger des Vatikanstaates.

Copyright 2012 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


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