26 Juni 2012, 14:45
Fellay: Non possumus! Die Präambel ist inakzeptabel
 
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Neue Hindernisse auf dem Weg zur Einigung. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. kann die doktrinelle Präambel nicht unterschreiben. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Neue und sehr schwere Hindernisse ziehen am Horizont der Einheitsbemühungen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Priesterbruderschaft St. Pius X. auf.

In einem als „vertraulich“ gekennzeichneten Brief des Generalsekretärs der Bruderschaft, Christian Thouvenot, des Generalhauses von Menzingen vom 25. Juni an die Oberen der Distrikte und Seminare heißt es, dass entsprechend zahlreichern übereinstimmenden Quellen die letzte von Bischof Fellay korrigierte Version der doktrinellen Präambel den Papst überzeugt habe.

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Am 13. Juni jedoch hätte der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, William Kardinal Levada, dem Generaloberen den Text aus dem April überreicht, dies jedoch mit derartigen Korrekturen, dass im Grunde wieder der ursprüngliche Text vom 14. September 2011 vorgeschlagen worden sei. Laut diesen Angaben wären am 13. Juni die Korrekturvorschläge der Priesterbruderschaft Sat. Pius X. abgelehnt worden.

Bischof Fellay habe sofort angemerkt, dass er dieses neue, „eindeutig inakzeptable Dokument“ nicht unterzeichnen könne. Das kommende Generalkapitel werde eine Analyse des gesamten Dossiers erlauben, so Thouvenot.

Des weiteren wird in dem Schreiben darüber informiert, dass der Generalobere Bischof Williamson die Möglichkeit entzogen habe, am Generalkapitel teilzunehmen, dies aufgrund „seiner Stellungnahmen, die zur Rebellion auffordern, und aufgrund seines ständig wiederholten Ungehorsams“.

Der Generalsekretär der FSSPX bestätigt dann die Entscheidung Bischof Fellays, die für den 29. Juni 2012 vorgesehenen Weihen der zur Bruderschaft gehörenden Dominikaner und Kapuziner zu verschieben. Es sei seine Absicht, sich der Treue dieser Gemeinschaften sicher zu sein, bevor er ihren Kandidaten die Hände auflege.

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