26 Juni 2012, 08:20
Wo 'Der Spiegel' völlig recht hat
 
Hildegard13
 
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Der Mensch ist Persönlichkeit von Anfang an, sagt schon die Bibel. Von Ruthild Kohlmann / idea

Berlin (kath.net/idea) Das Leben nach der Geburt ist die direkte Fortsetzung des Lebens vor der Geburt. Jeder, der diesen Satz gerade liest, ist der lebende Beweis dafür. Was für die meisten von uns banal klingen mag, ist es keineswegs – schließlich gibt es hierzulande genügend Menschen, die Abtreibung lauthals empfehlen, rechtfertigen und vor der Durchführung nicht zurückschrecken. Dabei bestreiten und verdrängen sie vehement die Tatsache, dass das Leben bereits vor der Geburt beginnt. Es mag daher verwundern, aber auch erfreuen, dass „Der Spiegel“ zwischen Fußballfreude und Finanzkrise in der vergangenen Woche ein gänzlich anderes Thema auf den Titel hob: „Die Geburt des Ich – Neun Monate, die unser ganzes Leben prägen“.

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Der spannendste Teil liegt schon hinter uns

Zahlreiche Forschungen in aller Welt, die der Entwicklung körperlicher und sogar psychischer Krankheiten bereits vor der Geburt auf den Grund gehen, zeigen überdeutlich: Der Mensch ist Persönlichkeit von Anfang an. Dies ist alles andere als romantische Lyrik von Lebensschützern – es ist der glasklare Befund der Embryologie und Pränatalmedizin. Und es ist das Ende der Theorie vom Zellklumpen, der bei einer Abtreibung entfernt wird. Gegenstand der Untersuchungen waren immerhin keine Vererbungsfragen, sondern der Einfluss von Ernährung, Stress, Medikamenten auf das ungeborene Leben. So meint der Göttinger Neurobiologe Prof. Gerald Hüther: „Vieles spricht dafür, dass wir den spannendsten Teil unseres Lebens schon hinter uns haben, wenn wir auf die Welt kommen.“

Die Forschung stimmt mit der Bibel überein

Muss nicht spätestens hier das Reden von der „Entscheidung für oder gegen das Kind“ verstummen? Wir sind nun so weit, dass wir das Leben vor der Geburt untersuchen, um das Leben danach zu optimieren. Doch welchen Wert hat jegliche Erkenntnis, wenn wir andererseits die ungeborenen Kinder töten? Mit den Ergebnissen dieser Forschungen wird das wichtigste Argument für Abtreibung ad absurdum geführt. In den Psalmen betet David im festen Glauben an Gottes Schöpfungswirken im Mutterleib: „Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, als noch keiner da war“ (139,16).

Macht Frauen Mut, zu ihrem Kind zu stehen!

Wenn auch das Ziel der Forschungen darin besteht, die Schwangerschaft als wichtiges Fenster für die Prävention von Krankheiten zu öffnen, bleibt für mich aus der Erfahrung von 20 Jahren Arbeit mit Schwangeren: Macht Frauen Mut, zu ihrem Kind zu stehen! Schließlich reift in ihnen ein einmaliges Leben heran, das Gott selbst formen will. Jedes neugeborene Kind ist ein Schöpfungswunder Gottes! Helfen Sie, jedes einmalige menschliche Leben zu schützen – die werdende Mutter genauso wie das heranwachsende Kind, damit der Mutterleib wieder der Ort der größten Geborgenheit auf der Welt wird. Kommen Sie deshalb auch zum „Marsch für das Leben“ am 22. September 2012 nach Berlin!

Die Autorin, Ruthild Kohlmann (Chemnitz), ist Bundesvorsitzende der Lebensrechtsbewegung Kaleb






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