
Passau (kath.net)
Aufregung rund um einen Passauer „Dialog-Priester“. „Ich habe Fehler gemacht, für die ich die Folgen trage.“ Mit diesen Worten hat einer der Passauer Priester Andreas Artinger jetzt Bischof Wilhelm Schraml den Rücktritt als Pfarrer von Ruhstorf angeboten, der Rücktritt wurde offensichtlich sehr schnell angenommen, wie die „Passauer Neue Presse“ berichtet. Artinger ist einer der Sprecher der Gruppe „Passauer Priester im Dialog“, die in Kontakt mit der österreichischen „Pfarrer-Initiative“ steht. Noch im Februar hatte Artinger gegenüber der „Welt“ für einem Artikel mit der Überschrift „Rebellen im Priesterrock“ geäußert, dass er zuerst dem Gehorsam Gott gegenüber verpflichtet sei, als nächstes seinem Gewissen und dann erst der Hierarchie. Deshalb wünsche sich seine Gruppe eine „ergebnisoffene Diskussion“ mit ihren Oberhirten.
Die Staatsanwaltschaft Passau hat beim Amtsgericht einen Strafbefehl gegen den Geistlichen wegen 15-facher Beihilfe zur Untreue beantragt. Es geht um eine Geldstrafe in fünfstelliger Höhe. Ob Artinger den Strafbefehl annimmt und damit ohne Verhandlung rechtskräftig verurteilt wäre, steht nach seiner eigenen Aussage noch „in der Schwebe“. Direkt veruntreut wurden durch die frühere Leiterin des katholischen Jugendbüros der Pfarre 93.000 Euro, sie wurde inzwischen durch das Landgericht Passau bereits zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.
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