
Nicht nur ungehorsam, sondern auch unehrlich?25. Juni 2012 in Deutschland, 7 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Pfarrer Andreas Artinger, einer der Sprecher der Passauer Priester im Dialog, die in Kontakt mit der österreichischen Pfarrer-Initiative steht, erhielt von der Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl wegen 15-facher Beihilfe zur Untreue
Passau (kath.net) Aufregung rund um einen Passauer Dialog-Priester. Ich habe Fehler gemacht, für die ich die Folgen trage. Mit diesen Worten hat einer der Passauer Priester Andreas Artinger jetzt Bischof Wilhelm Schraml den Rücktritt als Pfarrer von Ruhstorf angeboten, der Rücktritt wurde offensichtlich sehr schnell angenommen, wie die Passauer Neue Presse berichtet. Artinger ist einer der Sprecher der Gruppe Passauer Priester im Dialog, die in Kontakt mit der österreichischen Pfarrer-Initiative steht. Noch im Februar hatte Artinger gegenüber der Welt für einem Artikel mit der Überschrift Rebellen im Priesterrock geäußert, dass er zuerst dem Gehorsam Gott gegenüber verpflichtet sei, als nächstes seinem Gewissen und dann erst der Hierarchie. Deshalb wünsche sich seine Gruppe eine ergebnisoffene Diskussion mit ihren Oberhirten. 
Die Staatsanwaltschaft Passau hat beim Amtsgericht einen Strafbefehl gegen den Geistlichen wegen 15-facher Beihilfe zur Untreue beantragt. Es geht um eine Geldstrafe in fünfstelliger Höhe. Ob Artinger den Strafbefehl annimmt und damit ohne Verhandlung rechtskräftig verurteilt wäre, steht nach seiner eigenen Aussage noch in der Schwebe. Direkt veruntreut wurden durch die frühere Leiterin des katholischen Jugendbüros der Pfarre 93.000 Euro, sie wurde inzwischen durch das Landgericht Passau bereits zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. |