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| ![]() Großbritannien: Euthanasie durch die Hintertür?23. Juni 2012 in Aktuelles, 11 Lesermeinungen Vorwurf: Klinikärzte lassen Patienten sterben, um freie Betten zu erhalten. London (www.kath.net/ idea) Wenn die Zufuhr von Flüssigkeit und Nahrung, etwa durch eine Magensonde, eingestellt wird, sterben die Patienten binnen 33 Stunden. Nach Pullicinos Angaben sind 29 Prozent der jährlich rund 450.000 Todesfälle in NHS-Krankenhäusern also 130.500 Patienten diesem Verfahren ausgesetzt. Er bezeichnete dies als einen Weg zum Tod, wie die Tageszeitung Daily Mail (London) berichtet. Es handele sich letztlich um Euthanasie durch die Hintertür, die in Großbritannien verboten sei. Gesundheitsministerium bestreitet Angaben Nach Pullicinos Worten ist es wissenschaftlich unmöglich zu bestimmen, dass ein Patient unweigerlich binnen kürzester Zeit sterben wird. Er selbst habe in mehreren Fällen interveniert und erlebt, dass Patienten wiederhergestellt worden seien oder zumindest erheblich länger gelebt hätten. Das Gesundheitsministerium bestreitet Pullicinos Angaben. Das von ihm kritisierte Verfahren werde umsichtig und mit Bedacht angewandt, teilte das Ministerium der Daily Mail mit. Gelbe Karte für christlichen Arzt Der NHS ist auch wegen religiöser Diskriminierung von Christen öfter ins Gerede gekommen. Laut einer Richtlinie werden Missionierungsversuche von Ärzten oder Pflegepersonal als Belästigung oder Einschüchterung angesehen. Jüngst handelte sich ein Arzt eine Rüge ein, weil er einem suizidgefährdeten Patienten geraten hatte, sich Jesus zuzuwenden. Der 51-jährige Allgemeinmediziner Richard Scott aus Margate (Grafschaft Kent) hatte angeblich gegenüber einem 24-Jährigen erklärt, dass der Teufel Menschen bedränge, wenn sie sich nicht an Jesus halten. Dafür zeigte ihm die Ärztekammer die gelbe Karte. In den nächsten fünf Jahren darf er sich nichts mehr zuschulden kommen lassen, sonst setzt er seine Approbation aufs Spiel. Scott bezeichnete seine Anhörung als Scharade. Die Ärztekammer wäre nicht eingeschritten, wenn es sich um einen religiösen Hinweis etwa auf Reiki oder den Islam gehandelt hätte, so der früher in Indien und Ostafrika tätige evangelikale Missionsarzt. Katholikin klagt wegen religiöser Diskriminierung Anfang Juni hatte eine katholische Abtreibungsgegnerin den NHS wegen religiöser Diskriminierung verklagt. Die 40-jährige psychologische Beraterin war wegen groben dienstlichen Fehlverhaltens vom Dienst suspendiert worden. Sie hatte gegenüber Kolleginnen ihre Sorge darüber zum Ausdruck gebracht, dass Schwangere unzureichend über seelische Belastungen nach Abtreibungen aufgeklärt würden. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuGesundheit
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