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| ![]() Juristen-Vereinigung: Organisierte Beihilfe zum Suizid bestrafen22. Juni 2012 in Deutschland, keine Lesermeinung Der Gesetzesentwurf des Bundesjustizministeriums ist unzureichend Köln (kath.net/idea) Jede organisierte Beihilfe zur Selbsttötung sollte bestraft werden. Dafür plädiert die Juristen-Vereinigung Lebensrecht (Köln) in einer Stellungnahme zum Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums. Dieser sieht vor, dass nur eine gewerbsmäßige Förderung der Selbsttötung strafbar sein soll. Dies ist nach Ansicht der Juristen unzureichend, weil jede organisierte Beihilfe der Selbsttötung den Anschein der Normalität verleihe. Der Eindruck, es gebe keine Alternative, müsse vermieden werden. Selbstmorde geschähen nur sehr selten freiverantwortlich. Weit mehr als 90 Prozent aller Selbsttötungen seien durch Depressionen oder andere psychische Erkrankungen verursacht. Die betroffenen Menschen brauchten medizinische Behandlung sowie menschliche Solidarität und Hilfe. Dazu gehöre auch die Pflicht des Staates, sie vor dem Entschluss zur Selbsttötung zu schützen. Deshalb sollten nicht nur kommerzielle Unternehmen, die mit der Beihilfe zum Selbstmord Gewinne erzielen wollten, verboten werden, sondern alle Organisationen, die Beihilfe anbieten. Gleichwohl solle der Grundsatz bestehen bleiben, dass die Selbsttötung und die Beihilfe ohne Mitwirkung einer Organisation in Deutschland nicht strafbar sind. Vorsitzender der Juristen-Vereinigung Lebensrecht ist Richter a.D. Bernward Büchner (Freiburg). Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuSelbstmord
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