20 Juni 2012, 11:51
Die Berufung zur Heiligkeit geht alle an!
 
Hildegard13
 
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Benedikt XVI. zum Gebet des heiligen Paulus im Brief an die Epheser (1, 3-14): Loblied auf den Heilsplan Gottes und die Dreifaltigkeit, die den Menschen vor der Erschaffung der Welt kennt und mag. Appell für Lage in Nigeria. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Aufgrund der großen Hitze in Rom fand die heutige 319. Generalaudienz des Pontifikats Papst Benedikts XVI. in der Aula „Paolo VI“ statt. Vor über 9.000 Pilgern und Besuchern legte der Papst unter den Gebeten des heiligen Paulus, die in diesen Wochen Gegenstand seiner Betrachtungen sind, den Hymnus aus dem ersten Kapitel des Epheserbriefs (Eph 1, 3-14) aus.

Es handle sich dabei um ein Loblied auf den göttlichen Heilsplan, „auf das Wirken des dreifaltigen Gottes“. Paulus preise Gott dafür, dass er dem Menschen in seinem Sohn das Geheimnis seines Willens kundgetan habe, „dass der Wille Gottes für uns nicht mehr etwas Verborgenes, Unheimliches ist: wir kennen ihn, weil er ihn gezeigt hat“. Das Geheimnis des Willens Gottes laute: „Er hat uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott“ (vgl. Eph 1,4).

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Benedikt XVI. betonte, dass der Mensch immer schon im Plan und in den Gedanken Gottes sei. Noch bevor die Welt geschaffen sei, kenne Gott den Menschen und wolle ihn. So gehe die Berufung zur Heiligkeit alle an, „keiner ist von dieser universalen Berufung ausgeschossen“. Mehr noch: Gott habe die Menschen aus Liebe dazu bestimmt, seine Kinder zu werden durch Jesus Christus.

Die Menschwerdung und das Kreuzesopfer Jesu Christi „zeigen uns, wie groß die Liebe des Sohnes ist, dass er selbst gleichsam das Menschsein erproben und durchstehen und durchleiden wollte bis in den Tod hinein. Er ist nicht fremd in ewiger Herrlichkeit, er hat das Menschsein verkostet und bleibt Mensch“.

Der Heilige Geist sei der erste Anteil dieses Erbes der Erlösung, „durch das Christus bei uns bleibt“. Noch seien die Menschen alle unterwegs zur endgültigen Erlösung. Der Heilige Geist aber „ist das Siegel, das Gottes Plan bleibende Gültigkeit verleiht“.

So lade das Gebet des Völkerapostels Paulus ein, „wach zu werden nicht nur für unsere Nöte und Bedürfnisse, nicht nur für die äußeren materiellen Dinge, sondern wach zu werden für den lebendigen Gott, seine Spur zu sehen in der Schönheit der Schöpfung, seine Spur zu sehen in der Gestalt der Heiligen, nicht nur derer, die auf den Altären abgebildet sind, sondern die leise und unerkannt unter uns leben. Wach zu werden dafür, dass er uns mag, dass er uns bei sich will. Den Willen Gottes erkennen, der uns angenommen hat und annimmt, und mit ihm mitgehen auf dem Weg der Erlösung“. Dies ereigne sich dadurch, dass die Gläubigen Christus näher werden und ihm nahe seien „und so lebendige Teile seiner Familie sind“.

Am Schluss der Generalaudienz brachte Benedikt XVI. seine tiefe Sorge um die Lage in Nigeria zum Ausdruck, wo es weiter zu Terrorakten komme, die vor allem gegen Christen gerichtet seien. „Während ich mein Gebet für die Opfer und alle Leidenden erhebe, appelliere ich an die Verantwortlichen der Gewalttaten, dass das Vergießen des Blutes so vieler Unschuldiger unverzüglich beendet wird!“. Der Papst brachte die Hoffnung auf die Zusammenarbeit aller Teile der nigerianischen Gesellschaft zum Ausdruck, „damit der Weg der Rache nicht fortgesetzt wird, sondern alle Bürger beim Aufbau einer friedlichen und versöhnten Gesellschaft mitarbeiten, in der das Recht auf das freie Bekenntnis des eigenen Glaubens voll geschützt wird“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Gerne grüße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher. Die Betrachtung des Heilswirkens Gottes im Gebet erleuchtet unser Leben und läßt uns in unserem Menschsein, in der Liebe zu Gott und so auch zu den Mitmenschen wachsen, weil wir dann in jedem Menschen das vielleicht verborgene, aber doch nie zerstörte Bild Gottes sehen. So können wir Licht in das Dunkel der Welt bringen. Ihnen allen wünsche ich von Herzen eine gesegnete Zeit in Rom und schöne Ferien.



Generalaudienz Deutsch





Generalaudienz Ital. mit dt. Übersetzung







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