
Rom (kath.net/as) Am kommenden Dienstag (26. Juni) wird Papst Benedikt XVI. das Erdbebengebiet in Norditalien (Emilia Romagna) besuchen. Der Papst wird nach einem etwa einstündigem Hubschrauberflug um 10:15 Uhr in San Marino di Carpi (Modena) landen. Mit einem Kleinbus wird sich Benedikt XVI. nach Rovereto di Novi begeben und dort die „Rote Zone“, das heißt die am stärksten betroffenen Ortsteile aufsuchen und mit den Bewohnern sprechen. In Rovereto di Novi ist der Pfarrer des Ortes beim Einsturz seiner Kirche ums Leben gekommen.
Um 10:50 Uhr ist eine Begegnung mit den zivilen Obrigkeiten, den Bischöfen, Pfarrern, und Vertretern der Unternehmer geplant. Der Papst wird vom Präsidenten der Region Emilia Romagna, Vasco Errani, begrüßt werden und dann mit der betroffenen Bevölkerung zusammentreffen.
Um 12:00 Uhr wird der Papst wieder nach Rom aufbrechen, wo er um 13:15 Uhr auf dem Hubschrauberflugplatz des Vatikans erwartet wird.
Bei einer Serie von Erdbeben Ende Mai, die weiterhin andauern, verloren bisher 26 Menschen ihr Leben. Hunderte wurden verletzt, rund 8.000 leben in Zeltstädten, bei Verwandten und Freunden oder in Hotels. Die Sachschäden werden bisher auf fünf Milliarden Euro veranschlagt. Besonders betroffen von der Katastrophe sind die historischen Gebäude, so dass ein Vertreter der Europäischen Union von einer „nationalen Katastrophe“ sprach.
Mehrmals hatte Benedikt XVI. in der jüngsten Vergangenheit der betroffenen Bevölkerung gedacht und zahlreiche Aufrufe zur Solidarität gemacht, vor allem Anfang Juni anlässlich des Weltfamilientages in Mailand, während dessen er sich in einer Videoverbindung direkt an die Menschen der Region wandte. Der Papst selbst spendete 500.000 Euro zugunsten der Opfer des Erdbebens.
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