
London (kath.net/KNA) Die katholische Kirche in Schottland hat Kritik an einer Umfrage zur sogenannten Homo-Ehe geübt. Die Fragestellung beeinflusse das Ergebnis maßgeblich, bemängelte Kirchensprecher Peter Kearney im Gespräch mit dem britischen Sender BBC. Die Frage «Sollte jemand ein Recht auf eine gleichgeschlechtliche Ehe haben?» verzerre das Ergebnis der Umfrage; die Öffentlichkeit wolle niemandem das Recht auf etwas absprechen. Andere Studien hätten ergeben, das eine Mehrheit der Bevölkerung gegen eine Neudefinition der Ehe sei.
Die am Sonntag veröffentlichte Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos Mori hatte ergeben, dass zwei Drittel der Schotten keine Einwände gegen die Legalisierung der «Homo-Ehe» hätten. Für die von einer Lobbyorganisation für die Rechte von Homosexuellen in Auftrag gegebenen Umfrage waren 1.003 Schotten befragt worden.
Die schottische Regierung plant eine gesetzliche Ausweitung des Ehebegriffs auf gleichgeschlechtliche Paare. Die katholische Kirche, die reformierte Kirche von Schottland sowie die Muslime des Landes haben sich gegen die Pläne ausgesprochen. Die Ehe solle auch künftig als Verbindung von Mann und Frau verstanden werden.
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