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| ![]() Priester vergibt Einbrechern nach Überfall im Pfarrhaus19. Juni 2012 in Deutschland, 5 Lesermeinungen «Wenn Papst Johannes Paul II. seinem Attentäter Ali Agca vergeben kann, dann sollte ich das auch tun», sagte der katholische Pfarrer Amit Sinha Roy wenige Stunden nach dem Raubüberfall. Tuntenhausen (kath.net/KNA) Amit Sinha Roy (42), katholischer Pfarrer im oberbayerischen Tuntenhausen und Opfer eines Raubüberfalls, hat den unbekannten Tätern vergeben. «Wenn Papst Johannes Paul II. seinem Attentäter Ali Agca vergeben kann, dann sollte ich das auch tun», sagte der Geistliche laut einem Bericht des «Oberbayerischen Volksblatts» (Montag) im Sonntagsgottesdienst nur wenige Stunden nach der Tat. Der Priester war von zwei maskierten Männern Sonntagnacht um 3 Uhr in seinem Pfarrhaus im Schlaf überrascht worden. Sie bedrohten ihn mit einem schweren Brecheisen und fesselten ihn an die Heizung. Dann flüchteten sie mit rund 600 Euro Bargeld und der Scheckkarte des Pfarrers. Gegen 4 Uhr konnte sich der Geistliche befreien und die Polizei rufen. Die hat nach Auskunft vom Montag noch keine neuen Erkenntnisse über die Täter. Die Ermittler prüfen weiter einen Zusammenhang mit einem ähnlich verlaufenen Überfall auf einen Senioren am 21. April im 20 Kilometer entfernten Edling. Die Frühmesse ließ der unter Schock stehende Priester ausfallen, um 10 Uhr stand er jedoch schon wieder am Altar und erzählte den Gläubigen, warum die Messe diesmal sehr kurz werde. In den Fürbitten schloss er auch die beiden Räuber in sein Gebet ein. - Tuntenhausen ist ein bekannter oberbayerischer Wallfahrtsort. Der dort ansässige Katholische Männerverein wird traditionell von einem hochrangigen CSU-Politiker angeführt. (C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuVergebung
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