19 Juni 2012, 10:00
'Unausbalanciert bis fast schon verlogen'
 
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US-amerikanische Publizistin kritisiert den Umgang der Medien mit der katholischen Kirche.

Washington D.C. (kath.net/CNA/pl) „Wer vom HHS-Mandat abweicht, wird durch Medien an den Rand gedrängt, wer vom Vatikan abweicht, wird erhöht“. Dies sagte die Medienbeobachterin und Publizistin Molly Hemingway mit Bezug auf die Berichterstattung in den US-Medien. Hemingway ist Kolumnistin bei „Christianity Today” ist und hat bereits u.a. für das „Wall Street Journal“ und den „Guardian“ geschrieben. Im Gespräch mit der „Catholic News Agency“ nannte sie die Berichtserstattung über die Themen Konflikt zwischen Obamaregierung und Katholischer Kirche über das HSS-Mandat (kath.net hat mehrfach berichtet) sowie über den Konflikt der US-Frauenorden mit dem Vatikan „unausbalanciert bis fast schon verlogen“.

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Die Medienbeobachterin stellte fest, dass im Bereich HSS-Mandat anfangs nur „wenig und langsam, falls überhaupt“ über den sich regenden Widerstand berichtet wurde. Falls über Demonstrationen gegen den Gesetzentwurf der Obamaregierung berichtet wurde, „reduzierten“ viele Medien „die Sorgen der Demonstranten um die Religionsfreiheit“.

In der Berichterstattung über den Konflikt zwischen den US-Frauenorden und dem Vatikan „charakterisierten die Medien die Worte des Lehramtes falsch, sie behaupteten zu Unrecht, der Vatikan habe ihren Sozialeinsatz belächelt“, doch nur wenige Medien hätten die Wurzeln jahrzehntelangen Konflikts zwischen der „Leadership Conference of Women Religious“ und dem Vatikan genau beschrieben.

Journalisten sollten nicht „reflexartig“ die Obama-Regierung verteidigen, sondern sollten schlicht ihre Leser darüber informieren, was vorfalle, sagte Hemingway. „Journalisten können und müssen dies verbessern. Und wer Nachrichten konsumiert, sollte sich bewusst bleiben, dass die Medien nicht immer informiert oder nachdenklich“ mit „religiösen Nachrichten“ umgingen.

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