
Bielefeld (kath.net/idea) Kirchen und Gewerkschaften in Bielefeld haben eine „Allianz für den freien Sonntag und die Stärkung gesetzlicher Feiertage als Tage der Arbeitsruhe“ gegründet. Zur Begründung heißt es: „Der Sonntag ist als Tag der Ruhe, der Gemeinschaft, der Befreiung von Sachzwängen, Fremdbestimmung und Zeitdruck unverzichtbar. Leben ist mehr als Arbeit, Produktion und Geldverdienen.“ Der Sonntag stärke den religiösen und sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft. Die Allianz kritisiert auch verkaufsoffene Sonntage. In Bielefeld seien es in diesem Jahr 20, sagte die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes in der Region Ostwestfalen-Lippe, Astrid Bartols. Der evangelische Sozialpfarrer Matthias Blomeier, warnt vor einer „Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“. Die Allianz, zu der auch die örtliche katholische Kirche gehört, fordert die Politik auf, den Sonntag als Tag der Arbeitsruhe zu erhalten. Die Regierung Nordrhein-Westfalens will das Ladenschlussgesetz novellieren. Im Koalitionsvertrag versprechen SPD und Grüne: „Die Aushöhlung des Sonn- und Feiertagsschutzes werden wir korrigieren.“
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