
Mailand (kath.net/KNA) Die italienische Lebensschutzbewegung «Movimento per la vita» hat nach eigenen Angaben im Jahr 2011 mehr als 60.000 Frauen in Konfliktsituationen beraten. 85 Prozent der Schwangeren hätten sich nach einer Beratung für das Kind entschieden und von einer Abtreibung Abstand genommen. Das berichtet die italienische Tageszeitung «Avvenire» (Freitag) unter Berufung auf den Jahresbericht der Lebensschutzbewegung.
Die große Mehrheit der in den 329 Zentren betreuten Frauen seien nicht Italienerinnen, heißt es in dem Bericht weiter. Hätten 1990 rund 16 Prozent der Frauen eine fremde Nationalität gehabt, seien es im vergangenen Jahr 82 Prozent gewesen. Seit der Gründung der Bewegung im Jahr 1975 seien durch ihre Unterstützung insgesamt rund 140.000 Kinder geboren worden.
Jedes der Kinder sei ein Grund mehr, mit der Arbeit fortzufahren, sagte der Vorsitzende der Bewegung, Carlo Casini, dem «Avvenire». Nötig sei eine größere Bekanntheit, die jedoch durch eine Art «öffentliche Zensur» in Italien behindert werde. «In einem Land, in dem es im öffentlichen Fernsehen Werbespots gegen die Aussetzung von Tieren gibt, gelingt es nicht, Botschaften zugunsten des menschlichen Lebens auszustrahlen», kritisierte er.
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