
Straßburg / München (kath.net/pm) Gegen den heftigen Widerstand von Sozialisten, Liberalen, Grünen und Linken setzte die christdemokratische EVP-Fraktion im Straßburger Europaparlament die ausdrückliche Erwähnung der Menschenrechtsverletzungen an Christen in einer Dringlichkeitsentschließung zum Iran durch. Dies teilte Bernd Posselt, Mitglied des Europäischen Parlaments in Straßburg in einer Aussendung mit. Posselt hatte in seiner Eigenschaft als außen- und menschenrechtspolitischen Sprecher der CSU-Europaabgeordneten mündlich einen mündlichen Änderungsantrag eingebracht, in welchem die Aufforderung des Parlamentes an Teheran, die "Verfolgung und Drangsalierung von nicht-schiitischen Muslimen" zu beenden, um die Nennung "von religiösen Minderheiten ... Assyrern und anderen christlichen Gruppen" ergänzt wird, bevor der Text dann auf die Probleme der Bahai zu sprechen kommt.
Posselt zeigte sich zwar zufrieden, dass die Mehrheit des Europaparlamentes seinem Vorstoß gefolgt sei, bemängelte aber "die Phobie linker Kräfte, Menschenrechtsverletzungen an Christen als solche anzusprechen. Europa ist ein mehrheitlich christlicher Kontinent, und wer soll die Schutzmacht der Christen in aller Welt sein, wenn nicht wir?"
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