
München/Kassel (kath.net/idea) Die Frage, ob Bundespräsident Joachim Gauck (Foto) mit seinem Privatleben ein Vorbild sein kann, wird neu diskutiert. Anlass ist ein Interview von Hansi Gauck, der Ehefrau des Staatsoberhauptes, mit der Illustrierten „Bunte“ (München). Der 72-jährige Theologe und seine gleichaltrige Frau hatten vor 53 Jahren geheiratet und haben vier Kinder und zehn Enkelkinder. Seit 1991 lebt das Ehepaar getrennt. Gauck hat eine neue Lebensgefährtin, die Journalistin Daniela Schadt (52). In dem Gespräch mit der Zeitschrift berichtet Hansi Gauck, dass sich ihr Mann von ihr getrennt habe, als er als Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen nach Berlin zog. Den goldenen Ehering trage sie noch immer. Auf die Frage, ob sie eine Scheidung erwäge, antwortete sie: „Wir waren 19, als wir geheiratet haben. Ich denke, das wird auch so bleiben.“ Der Bundespräsident selbst hatte vor zwei Jahren erklärt, im Fall seiner Wahl zum Präsidenten Frau Schadt zu heiraten.
Nach Ansicht theologisch konservativer Christen lebt Gauck im Ehebruch. Auch die evangelischen Landeskirchen dulden es nicht, dass ein verheirateter Pfarrer mit seiner Freundin zusammenlebt.
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