
London (kath.net/KNA) Nach der anglikanischen Staatskirche haben sich auch die katholischen Bischöfe von England und Wales gegen eine geplante Öffnung des Ehebegriffs für gleichgeschlechtliche Partnerschaften gestellt. Mit einem solchen Schritt würde die Ehe zum Rechtsrahmen einer Beziehung herabgestuft und verlöre den Charakter als Grundlage der Familie, erklärte die Bischofskonferenz von England und Wales am Dienstag.
Zuvor hatten die anglikanischen Bischöfe in einer umfassenden Stellungnahme Rechtsstreitigkeiten und eine Belastung der Staat-Kirche-Beziehungen vorausgesagt, sollte die Regierung von Premierminister David Cameron das Gesetzesvorhaben durchbringen.
Die katholischen Bischöfe warfen der Regierung vor, bereits eine Vorentscheidung gefällt zu haben. So frage das Papier zur Konsultation über die Gesetzesinitiative nicht, ob eine Änderung sinnvoll sei, sondern wie sie am besten zu erreichen sei.
Das Vorhaben sei nicht ausreichend diskutiert worden. Zudem würden Kinder in dem Regierungsdokument kein einziges Mal erwähnt; stattdessen liege der Fokus ausschließlich auf dem Paar.
Eine Reform des Ehebegriffs widerspreche dem «allgemeinen und unmittelbaren Eheverständnis, das Menschen aller Religionen und Religionslose teilen», führen die katholischen Bischöfe aus.
Eine entsprechende Gesetzesänderung hätte irreversible Folgen für die Gesellschaft. Die Konsequenzen könnten «von der Regierung weder kontrolliert noch vorausgesagt werden».
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