
Fulda (kath.net) Wegen der „Liebe zu derselben Frau, die mich schon in meiner Jugend geprägt hat“, legte Holger Heil, Kaplan in Geisa/Bistum Fulda, folgerichtig das Priesteramt nieder. Die „Kostbarkeit der Liebe“ sei zu ihm zurückgekommen, sagte Heil. Darüber berichtete die „Hünfelder Zeitung“. Der 36-jährige Kaplan wurde vom Bistum Fulda inzwischen vom priesterlichen Dienst suspendiert.
Der Bischof von Fulda, Heinz Josef Algermissen, sagte in diesem Zusammenhang im Interview mit der „Südthüringer Zeitung“ über die Zölibatsfrage: „Die Kirche weiß aus ihrer langen Geschichte, dass religiöse Neuaufbrüche ihre Quelle nicht in einem Weniger, sondern in einem Mehr an radikaler Jesus-Nachfolge haben.“
Bischof Algermissen betonte außerdem: Das Zölibatsversprechen „wird nach einem fast achtjährigen Studium und nach wiederholter Prüfung frei und ungezwungen gegeben und ist verbindlich“. Er verwies auf Aussagen des II. Vatikanischen Konzils, wonach „die priesterliche Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen ein kostbares Geschenk des Geistes an die Kirche“ sei. Das Bistum Fulda gewähre einem Priester, der sich gegen den Zölibat entscheidet, finanzielle Hilfe für eine gewisse Zeit des Übergangs“ sowie Gesprächsbegleitung, auch im Hinblick auf eine neue berufliche Tätigkeit. Algermissen wies auch hin, dass Heil die Laisierung beantragen könne, ein laisierter Priester hat die Möglichkeit zur Heirat.
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