
Edinburgh (kath.net/KNA) Eine Mehrheit schottischer Parlamentarier will einer Umfrage zufolge den Ehebegriff auf homosexuelle Partnerschaften ausweiten. Die Zeitung «Scotland on Sunday» berichtet, 69 der 129 Abgeordneten seien dafür; es gebe Befürworter in allen Fraktionen.
Der schottische Kardinal Keith O'Brien befürchtet, dass durch eine Neudefinition von Ehe die Vermittlung traditioneller christlicher Werte massiv unter Druck geraten könnte. Zusagen der Regierung zum Schutz christlicher Kirchen und Schulen erwiesen sich nun als «hohl». Wenn das Parlament der Neuregelung zustimmte, würde die Arbeit katholischer Schulen und Pfarreien «ohne Zweifel beeinträchtigt, unterminiert und beschädigt», so der katholische Erzbischof von St. Andrews and Edinburgh.
O'Brien bezieht sich auf ein Rechtsgutachten von Kronanwalt Aidan O'Neill. Dieser hatte erklärt, sollte eine Ausweitung des Ehebegriffs auf gleichgeschlechtliche Paare Gegenstand der Europäischen Menschenrechtskonvention werden, würden die Rechte christlicher Eltern in die Defensive gelangen. Ihnen spreche die Konvention eine staatliche Erziehung ihrer Kinder in Übereinstimmung mit ihren eigenen religiösen und philosophischen Überzeugungen zu. Für solche Eltern werde es zunehmend problematisch, ihre Kinder von einem Unterricht abzumelden, in dem eine «neue Sicht von Ehe» vermittelt werde.
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