11 Juni 2012, 08:20
Eucharistischer Weltkongress in Dublin begonnen
 
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Ziel dieser internationalen Kundgebung ist es, die Bedeutung der Eucharistie wieder stärker ins Bewusstsein der Gläubigen zu rufen und die Verehrung der Eucharistie weltweit zu fördern und zu vertiefen.

Dublin (kath.net/KNA) Am Sonntag hat in Dublin der 50. Eucharistische Weltkongress der katholischen Kirche begonnen. Bis 17. Juni kommen in der irischen Hauptstadt Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien zusammen. Das Motto des Jubiläumstreffens lautet «Die Eucharistie: Gemeinschaft mit Christus und untereinander». Angemeldet haben sich rund 22.500 Personen, darunter 7.000 Pilger aus 102 Ländern. Die Organisatoren rechnen allerdings mit täglich 10.000 bis 12.000 Teilnehmern zu den Veranstaltungen des Kongresses. Die Deutsche Bischofskonferenz ist durch den Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann vertreten.

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Zum Abschlussgottesdienst im Croke Park Stadium, das mehr als 80.000 Zuschauer fasst, haben sich hochrangige Gäste angesagt, darunter Irlands Staatspräsident Michael Higgins. Zelebriert wird der Gottesdienst von Kurienkardinal Marc Ouellet. Der kanadische Präfekt der Bischofskongregation ist Papstdelegat beim Weltkongress in Dublin.

Der Kongress begann am Sonntagnachmittag mit einer Eröffnungszeremonie in der Kongresshalle der Royal Dublin Society, geleitet von Kardinal Ouellet. Die folgenden Tage stehen jeweils unter einem bestimmten Motto, wie etwa «Gemeinschaft in Ehe und Familie» oder «Gemeinschaft in Leid und Heilung». Insgesamt gibt es im Rahmen des Kongresses rund 130 verschiedene Kurse, Vorträge, Diskussionen und Zeremonien. Unter dem Titel «Go! Be Church» gibt es für junge Leute von 17 bis 25 Jahren in Dublin ein spezielles Programm mit Workshops, Katechesen, Konzerten und Freizeitangeboten.

Eucharistische Kongresse zählen neben den Weltjugendtagen zu den größten Veranstaltungen der katholischen Kirche. Ziel dieser internationalen Kundgebung ist es, die Bedeutung der Eucharistie wieder stärker ins Bewusstsein der Gläubigen zu rufen und die Verehrung der Eucharistie weltweit zu fördern und zu vertiefen. Papst Benedikt XVI. hebt immer wieder hervor, dass zwischen eucharistischer Frömmigkeit und karitativem Wirken ein untrennbarer Zusammenhang bestehe.

Am letzten Treffen dieser Art im kanadischen Quebec nahmen 2008 etwa 200.000 Menschen teil. Im Mittelpunkt Eucharistischer Kongresse stehen das Sakrament der Heiligen Kommunion und die Verehrung der eucharistischen Gaben von Leib und Blut Christi. Ihr geistiger Vater ist der französische Priester und Heilige Peter Julian Eymard (1811-1868). 1881 veranstaltete die Französin Emilie Tamisier (1834-1910) in Lille den Ersten Eucharistischen Weltkongress.

Der erste nationale Eucharistische Kongress fand 1891 in Italien, in Neapel, statt. In Deutschland gibt es keine Tradition nationaler Eucharistischer Kongresse; 2013 soll es in Köln erstmals eine solche Veranstaltung geben. Austragungsort eucharistischer Weltkongresse war Deutschland bislang zweimal: 1909 in Köln und 1960 in München.

Der 68-Jährige Ouellet, der auch den letzten Weltkongress im kanadischen Quebec 2008 organisierte, soll sich nach Informationen der Tageszeitung «Irish Times» auch mit Vertretern der irischen Regierung treffen, um die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Irland nach dem Skandal um sexuellen Missbrauch wieder in ruhigeres Fahrwasser zu leiten.

Der Eucharistische Weltkongress ist in Irland und den englischsprachigen Ländern auch ein mediales Ereignis; in der übrigen Weltkirche fand er bislang geringeren Widerhall. Im Vorfeld hatten verschiedene Zeitungen über Schwierigkeiten bei der Finanzierung des Kongresses berichtet. Die Kosten von insgesamt 11,8 Millionen Euro sollten teilweise durch kommerzielle Spender aufgebracht werden; wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage in Irland fiel die Spendensumme jedoch geringer aus als geplant.

Lied: ´Though We Are Many´ - Die offizielle Hymne des Eucharistischen Weltkongresses 2012 Dublin




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