10 Juni 2012, 12:35
In der Eucharistie bleibt der Herr immer bei uns!
 
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Benedikt XVI. betont die Bedeutung der eucharistischen Anbetung und gedenkt der Erdbebenopfer in Emilia Romagna: Auch das Haus Christi liegt oft unter den Trümmern. - Blutspenden: unverzichtbare Form der Solidarität. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Am heutigen Sonntag wird in Italien und in anderen Ländern das Fronleichnamsfest gefeiert. Aus diesem Anlass erinnerte Papst Benedikt XVI. in seiner Ansprache vor dem traditionellen Gebet des Angelus an die Tradition der Fronleichnamsprozessionen, die in Rom bereits am letzten Donnerstag, dem eigentlichen Tag des Hochfestes, stattgefunden hat. Fronleichnam erneuere jedes Jahr in den Christen die Freude und Dankbarkeit für die eucharistische Gegenwart Jesu Christi.

Das Fest des Leibes und des Blutes Christi sei ein großer Akt des öffentlichen eucharistischen Kultes. In der Eucharistie bleibe der Herr auch jenseits ihrer Feier gegenwärtig, „um immer mit uns zu sein, während die Stunden und Tage verstreichen“. Bereits der heilige Kirchenvater Justinus berichte, dass das konsekrierte Brot nach der Kommunion der Anwesenden von Diakonen zu denen gebracht worden sei, die nicht zur Feier kommen konnten. Aus diesem Grund sei in den Kirchen der heiligste Ort jener, an dem die Eucharistie aufbewahrt werde.

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Benedikt XVI. gedachte dann bewegt der zahlreichen Kirchen, die während der jüngsten Erdbeben in Italien schwer beschädigt worden seien. Auch der Leib Christi sei in den Tabernakeln in einigen Fällen unter den Ruinen verschüttet geblieben. Der Papst betete für die betroffenen Gemeinden, die nun gezwungen seien, sich zur heiligen Messe im Freien oder in Zelten zu versammeln. Diese Lage mache die Wichtigkeit noch deutlicher, im Namen des Herrn vereint zu bleiben, sowie die Kraft, die aus dem eucharistischen Brot, Brot des Pilgers, hervorgehe. Aus dem Teilen dieses Brotes entstehe die Fähigkeit, auch das Leben und die Güter zu teilen, die Lasten des Anderen zu tragen und gastfreundlich zu sein.

Der Papst betonte dann die Wichtigkeit der eucharistischen Anbetung und zitierte hierzu die Worte Pauls VI. aus der Enzyklika „Mysterium fidei“ (Nr. 57): „Die katholische Kirche hat diesen Kult der Anbetung, der dem Sakrament der Eucharistie gebührt, nicht nur innerhalb der Messfeier, sondern auch außerhalb erwiesen und erweist ihn auch heute noch, indem sie die konsekrierten Hostien mit größter Sorgfalt aufbewahrt, sie den Gläubigen zur feierlichen Verehrung darbietet und sie in Prozessionen unter freudiger Anteilnahme des Volkes umherträgt“.

Das Gebet der Anbetung könne sowohl individuell als auch gemeinschaftlich verwirklicht werden, wobei der Stille eine besondere Bedeutung zukäme, „um den im Sakrament gegenwärtigen Herrn innerlich zu hören“: „Durch die Fürsprache der Jungfrau Maria möge sich in jeder kirchlichen Gemeinde ein echter und tiefer Glaube an das eucharistische Geheimnis verbreiten und wachsen“.

Nach dem Angelus gedachte der Papst dem Welttag des Blutspendens, der am kommenden Donnerstag begangen wird. Benedikt XVI. rief zum Blutspenden auf und bezeichnete dies als eine Form der Solidarität, die unverzichtbar für das Leben vieler Kranken sei. Daher müsse den Blutspendern große Anerkennung gezollt werden.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Von Herzen grüße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache. Am Fronleichnamsfest, das in Italien am heutigen Sonntag gefeiert wird, bezeugen wir den Menschen in unseren Städten, daß Gott unter uns, in unserer Lebenswelt, sein will und sich uns zur Nahrung gibt. Er will mit seiner Liebe jedem von uns persönlich nahe sein. Christus will den Menschen in seinem Innersten berühren, und in seinem eigenen Herzen hat der Herr Platz für alle. Er lädt uns ein, unser Herz ihm zu öffnen und das Feuer seiner Liebe hineinzulassen, damit wir in unseren Mitmenschen ihn erkennen und ihm dienen. So wollen wir uns auf das Fest des Heiligsten Herzens Jesu vorbereiten, das wir am kommenden Freitag feiern. Der Heilige Geist schenke euch sein Licht auf allen euren Wegen.




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