05 Juni 2012, 07:40
Religionsvermischung in Evangelischer Akademie?
 
Hildegard13
 
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Hauszeitschrift der evangelischen Akademie sowie der Internetauftritt der katholischen Eugen-Biser-Stiftung berichten von „interreligiösem Morgengebet“

Tutzing/Windsbach (kath.net/idea) Findet in der Evangelischen Akademie Tutzing Religionsvermischung statt? Diesen Eindruck erwecken sowohl die Hauszeitschrift „Tutzinger Blätter“ als auch der Internetauftritt der katholischen Eugen-Biser-Stiftung. Beide Organe berichten über die gemeinsame Akademietagung „Radikalkritik am Islam“, bei der unter anderem der Imam von Penzberg, Benjamin Idriz, mitwirkte. Illustriert werden die Berichte mit einem Foto, das Akademiedirektor Udo Hahn und Idriz in der Tutzinger Schlosskapelle zeigt (siehe Foto). Laut Bildunterschrift „sprechen sie ein gemeinsames interreligiöses Morgengebet“.

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Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea bezeichnete Hahn die Bildunterschrift als missverständlich. Weder habe es sich um eine Andacht gehandelt, noch sei ein gemeinsames Gebet gesprochen worden. Vielmehr habe eine morgendliche Besinnung für christliche und muslimische Tagungsteilnehmer stattgefunden. Dabei hätten er und Idriz Texte aus ihrer religiösen Tradition vorgelesen. Er, Hahn, habe einen Psalm, einen Gedanken von Hanns Dieter Hüsch und das Friedensgebet von Franz von Assisi vorgetragen. „Wir haben uns gegenseitig eingeladen, das zu hören, was der jeweils andere sagt“, erläuterte Hahn die Veranstaltung: „Eine Religionsvermischung gab es nicht.“

Kirchliche Sammlung ist befremdet

Für den Vorsitzenden der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern, Andreas Späth (Windsbach bei Ansbach), ist der Vorgang dennoch befremdlich. Er bezweifelt, dass den Teilnehmern der Unterschied zwischen dem Vorlesen von Gebeten und einer gemeinsamen Gebetsveranstaltung bewusst gewesen sei. Offensichtlich habe sogar die Akademie-eigene Pressestelle ein interreligiöses Gebet für möglich gehalten. Das Nebeneinander von christlichen und muslimischen Gebeten lasse zwangsläufig den Eindruck entstehen, dass es sich um Varianten derselben Gebetshaltung handele.

Foto: © Evangelische Akademie Tutzing/Eugen-Biser-Stiftung







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