03 Juni 2012, 11:29
Kardinal Rodriguez: ‚Hunger in der Welt kann beseitigt werden‘
 
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Gottesdienst mit Teilnehmern der in Wien tagenden internationalen Caritas-Konferenz gegen den Hunger.

Wien (www.kath.net/ KAP)
Das Ende des Hungers auf der Welt ist keine Utopie, sondern eine Vision, die verwirklicht werden muss. Das hat der Präsident von Caritas Internationalis, Oscar Kardinal Rodriguez Maradiaga, bei einem Gottesdienst im Rahmen der noch bis Samstagnachmittag in Wien tagenden internationalen Caritas-Konferenz gegen den weltweiten Hunger betont. "Der Hunger in der Welt kann beseitigt werden", sagte der Erzbischof von Tegucigalpa am Freitagabend vor Hunderten Kongress-Teilnehmern im Stephansdom. Die Christen rief er zum besonderen karitativen Einsatz in diesem Kampf auf.

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Die Erde verfüge über genug Ressourcen, damit niemand hungern müsse, unterstrich Rodriguez. Dank des wissenschaftlichen Fortschritts könne man heute so viele Nahrungsmittel produzieren wie nie zuvor. Wegen der verbreiteten Habgier diene dies jedoch nicht der Menschheit, sondern sei zu einem Geschäft der Wirtschaft geworden.

Die Staatsführer in aller Welt müssten mithelfen, Hunger für immer von der Erde verschwinden zu lassen, appellierte der Präsident des Caritas-Weltdachverbands: "Wir brauchen mehr soziale Gerechtigkeit, um allen Erdbewohner gleiche Chancen zu ermöglichen."

Immer mehr Menschen seien heute nur noch daran interessiert Geld anzuhäufen und ohne Blick auf die Situation Anderer ihr Leben zu "genießen", kritisierte der Kardinal. Gerade Christen müssten in dieser Situation zum "Licht in der Dunkelheit" werden. Die aus der christlichen Nächstenliebe getragene Caritas sei demgemäß Sauerteig und Triebfeder für Menschen, um eine echte Solidarität mit den Leidenden der Welt entstehen zu lassen.

Schönborn erinnert an "Tag des Lebens"

Der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn erinnerte in seiner Begrüßung bei dem Gottesdienst daran, dass am Freitag weltweit der kirchliche "Tag des Lebens" gefeiert wurde, der an die "Heiligkeit allen menschlichen Lebens" erinnere. In diesem Sinn sei der "Tag des Lebens" auch ein "Zeichen der Hoffnung" an alle Hungernden in der Welt, so Schönborn.

Zu den Konzelebranten bei der in deutscher und englischer Sprache gefeierten Messe zählten u.a. der armenisch-katholische Erzbischof für Osteuropa, Raphael Francois Minassian, der äthiopische Bischof Abraham Desta sowie Caritas-Europa-Präsident Erny Gillen. Mit der Kollekte aus dem Gottesdienst wird die Caritas Getreide und Babynahrung für Hunger leidenden Menschen in der afrikanischen Sahelzone ankaufen.

Zu dem zweitägigen Kongress unter dem Titel "Zukunft ohne Hunger" sind Experten aus mehr als 20 Ländern nach Wien gekommen, unter ihnen Politiker, Vertreter von UNO und NGOs, renommierte Wissenschaftler und internationale Caritas-Mitarbeiter. Laut Caritas nehmen insgesamt 700 Interessierte an dem Kongress in der Aula der Wissenschaften in der Wiener Innenstadt teil.

(Information zum Kongress und Live-Stream: www.zukunft-ohne-hunger.at)

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Foto: Flüchtlingslager Äthiopien © Kirche in Not






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