
London (kath.net/KNA) Eine katholische Ex-Mitarbeiterin des britischen Gesundheitssystems NHS (National Health Service) verklagt ihren Arbeitgeber wegen Verletzung der Religions- und Meinungsfreiheit vor dem höchsten britischen Gericht. Wie die Zeitung «Daily Telegraph» (Dienstag) berichtet, war die ehemalige NHS-Mitarbeiterin zunächst suspendiert und später entlassen worden, nachdem sie Flugblätter gegen Abtreibung an Kollegen verteilt hatte.
Sie erklärte, sie habe aus Sorge darüber gehandelt, dass Patienten ihrer Familienplanungsstelle nicht ausreichend über die möglichen psychologischen Folgen einer Abtreibung informiert seien.
Unterstützung erhält die 40-Jährige vom christlichen «Thomas More Legal Centre». Das Rechtszentrum, das sich für die Achtung religiöser Rechte einsetzt, betonte, eine Einschränkung freier Diskussionen über Abtreibung und andere Behandlungen sei nicht im Interesse der Patienten. Wenn Beschäftigte des NHS untereinander nicht über Abtreibung sprechen dürften, habe sich das britische Gesundheitssystem zu einer «gefährlich totalitären Organisation» entwickelt, so ein Sprecher.
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