22 Mai 2012, 12:30
Der düstere Atheismus des Dalai Lama
 
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Was zieht die Menschen am Buddhismus an? Mein Verdacht: Es ist eine Weltanschauung, die zu nichts verpflichtet, sie kennt keine Gebote Gottes, für die der Mensch einmal Rechenschaft ablegen müsste! Ein kath.net-KLARTEXT von Weihbischof Andreas Laun.

Salzburg (kath.net) Der Dalai Lama war in Österreich, die Österreicher haben ihn mit größtem Interesse empfangen und sogar mit Eure Heiligkeit angesprochen! Das ist fast beleidigend, auch wenn der so Angesprochene ganz zufrieden damit zu sein scheint. Denn es ist sehr eigenartig, sich „Heiligkeit“ nennen zu lassen, wenn man sich zugleich wie der Dalai Lama zum Atheismus bekennt! Ich habe den Dalai Lama nicht gesehen und gestehe, ich wollte auch nicht zu ihm hingehen und ihm „meine Aufwartung machen“. Deswegen nicht, weil ich ihm nicht eine Bedeutung geben möchte, die er wirklich nicht hat!

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Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich bin bereit, mit jedem Menschen zu reden und zwar auf „Augenhöhe“, das heißt von Mensch zu Mensch und mein Gegenüber achtend! Das gilt natürlich auch für den Herrn Dalai Lama, ich würde ihm den jedem Menschen gebührenden Respekt erweisen – vielleicht sogar ein klein wenig mehr als irgendjemand Anderem, insofern er eine große Gruppe von Menschen vertritt.

Aber ich würde alles tun um den Eindruck zu vermeiden, ich hielte ihn für eine religiöse Autorität! Wenn ich mit ihm redete, würde ich, wie bei jedem Menschen, versuchen, auch von Gott zu sprechen und, wenn der Andere kein Christ ist, ihn zum Glauben an Christus zu führen. Was den Dalai Lama betrifft: Seine Botschaften enthalten nichts Besonderes, nichts, was nicht jeder sagen könnte und was nicht auch schon oft gesagt worden wäre, vor allem aber: Seine Botschaft ist düster, weil im wörtlichen Sinn „hoffnungslos“!

Auch wenn es eine Wiedergeburt gäbe, im Buddhismus bleibt der Tod am Ende immer der Sieger und wir fallen ins Nichts des Nirvana.

Richte ich hingegen meinen Blick auf Jesus Christus: Hoffnung und Sieg über das, was der Mensch so sehr fürchtet: Sieg über den Tod, über die Vergänglichkeit und über die Vergeblichkeit, vor allem auch Sieg über das scheinbar nie mehr gut zu machende Böse in der Geschichte - durch das ersehnte Gericht Gottes!

Wer Buddhismus und Christentum vergleicht, muss verrückt sein, wenn er nicht zugesteht: Hoffentlich haben die Christen recht!

Bleibt die Frage, warum der Buddhismus dennoch viele Menschen anzieht? Mein Verdacht: Es ist eine Weltanschauung, die zu nichts verpflichtet, sie kennt Weisheitsregeln, aber keine Gebote Gottes, für die der Mensch einmal Rechenschaft ablegen müsste! Vor allem: Diese Weltanschauung weiß nichts von einem Gott, der für den Menschen eintritt und seine Liebe gewinnen will!

Die Buddhisten möchte ich fragen: Wie könnt ihr leben ohne wirkliche Hoffnung und ohne jene brennende Liebe Gottes, für die das Herz des Menschen geschaffen ist, auch euer Herz!

In einem Punkt kann ich jeden Buddhisten trösten: Gott will das Heil aller Menschen, natürlich auch das der Buddhisten, und Er wartet mit seinem Werben bei keinem Menschen, bis dieser Ihn erkannt hat!

Gott verhält sich wie ein richtig programmiertes GPS: Der Mensch kann hunderte Male einen anderen, falschen Weg einschlagen, Gott „berechnet die Route immer wieder neu“ und führt den, der sich führen lässt, hin zum Ziel aller Sehnsüchte, zu Gott. Auch die Buddhisten.

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