
München (kath.net) „Der Einbruch“ lautet die neue Erzählung des Münchner Professors Andreas Wollbold. Der Pastoraltheologe schildert auf knapp 100 Seiten die Geschichte eines Domdechanten in Deutschland, der mit Caritas-Geldern aus Erbschaften seiner Spielsucht frönt. In diesen Tagen ist der Band, der Kurzweiligkeit verspricht, im Augsburger Dominus-Verlag erschienen. Die Erzählung hat nichts mit etwaigen diözesanen Vorkommnissen und Verwicklungen der jüngeren Vergangenheit zu tun, sondern bietet pastoraltheologisch unterlegte Einsichten in kirchliche Ausnahms-Alltagswelten.
Wollbold lehrt seit 2003 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität Pastoraltheologie. Den Reiz der Publikation macht nicht zuletzt der Rollenwechsel des für seinen wissenschaftlich präzisen Blick bekannten praktischen Theologen hin zum Erzähler aus. In der Erzählung schildert Andreas Wollbold den an die Öffentlichkeit gekommenen Fall eines spielsüchtigen Dechanten aus der Sicht des diözesanen Caritas-Direktors, der ein Freund des Süchtigen aus alten Tagen ist und um dessen eigene Gesundheit es nicht zum Besten bestellt ist. Der Weg des Caritas-Direktors zum Gespräch mit seinem Freund von einst führt ihn zu sich selbst. Geschildert werden diözesanes Krisenmanagement, aber auch geistliche Innenansichten kirchlich verantwortlicher Personen. Die abschließende Szene entwickelt sich vor einem Kapuzinerkloster.
Das Bändchen ist eine Ergänzung zu Wollbolds 2010 im Regensburger Pustet-Verlag erschienenen praktisch angelegten Studienbuch „Als Priester leben. Ein Leitfaden“. Eine autobiographisch gefärbte Erzählung des Münchner praktischen Theologen zum Priesterwerden trug den Titel „Rom im Futur: Ein Erinnerungsbuch aus dem Germanikum“ (Würzburg 2004). Andreas Wollbold hatte in den 80er Jahren als Germaniker in Rom Theologie studiert.
kath.net-Lesetipp:
Der Einbruch
Von Andreas Wollbold
Augsburg 2012, 96 Seiten, gebundene Ausgabe
ISBN 978-3-940879-21-9
Preis: 13,50 €
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