20 Mai 2012, 12:50
Aufruf an die Katholiken Chinas: Steht treu zur Kirche und zum Papst!
 
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Benedikt XVI. gedenkt des Festes Christi Himmelfahrt, der chinesischen Katholiken, des Welttages der sozialen Kommunikationsmittel, des Attentats in Brindisi, des Erdbebens in Emilia Romagna und dankt der 'Bewegung für das Leben'. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Am kommenden Donnerstag feiern die Katholiken Chinas „Maria – Hilfe der Christen“, die besonders im Heiligtum von Sheshan in Shanghai verehrt wird. Zu diesem Anlass rief Papst Benedikt XVI. nach dem traditionellen Mittagsgebet des „Regina caeli“ die chinesischen Katholiken auf, demütig und froh den gestorbenen und auferstandenen Christus zu verkünden, seiner Kirche und dem Nachfolger Petri treu zu bleiben und den Alltag konsequent mit dem Glauben zu leben, den sie bekennen. „Maria, die treue Jungfrau, stütze den Weg der chinesischen Katholiken, sie mache ihre Gebet immer inniger und kostbarer in den Augen des Herrn und lasse die Zuneigung und Anteilnahme der Universalkirche am Weg der Kirche in China wachsen“, so der Papst abschließend.

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Der Papst erinnerte in seinen Grußworten in italienischer Sprache auch an das Attentat von Brindisi vor einer Schule, bei dem am gestrigen Samstag das 16jährige Mädchen Melissa zu Tode gekommen ist und viele anderen verwundet wurden: „Beten wir zusammen für die Verwundeten, unter diesen auch einige schwer Verwundete und besonders für die junge Melissa, unschuldiges Opfer einer brutalen Gewalt, sowie für ihre Familienangehörigen, die leiden“.

Auch das schwere Erdbeben der Stärke 5,9, das die Region Emilia Romagna am Sonntagmorgen kurz nach vier Uhr erschüttert hatte, mindestens sechs Menschenleben forderte und schweren Sachschaden an Gebäuden verursachte, fand Eingang in das Gebet des Papstes. Benedikt XVI. brachte seine Verbundenheit mit der Bevölkerung der betroffenen Provinzen aus und erbat für die Opfer Gottes Barmherzigkeit. Zugleich betete er um Trost und Linderung für die Verletzten und für alle von dem Beben Betroffenen.

Vor dem Gebet des „Regina caeli“ erklärte Benedikt XVI. anlässlich des Festes Christi Himmelfahrt, das in Italien am heutigen Sonntag begangen wird, dass Jesus sich nicht vom Menschsein getrennt habe. In seinem Menschsein habe er mit sich die Menschen in das Innere des Vaters aufgenommen und so das letzte Ziel der Pilgerschaft auf Erden offenbart. Wie Christus für die Menschen vom Himmel herabgekommen sei und für die Menschen gelitten habe und am Kreuz gestorben sei, „so ist er für uns auferstanden und zu Gott aufgefahren, der daher nicht mehr fern, sondern ‚unser Gott’, ‚unser Vater’ ist“. Die Himmelfahrt sei die letzte Tat der Befreiung des Menschen vom Joch der Sünde gewesen. Den heiligen Leo den Großen zitierend betonte der Papst, dass mit diesem Geheimnis nicht nur die Unsterblichkeit der Seele verkündet werde, sondern auch jene des Fleisches.

Nach dem Gebet des Angelus erinnerte Benedikt XVI. weiter an den 46. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel. Der Tag, der heute begangen wird, steht unter dem Thema: „Stille und Wort: Weg der Evangelisierung“. Die Stille sei integraler Bestandteil der Kommunikation und ein privilegierter Ort für die Begegnung mit dem Wort Gottes und mit den anderen Menschen: „Ich lade alle ein zu beten, damit die Kommunikation in allen ihren Formen immer dazu diene, mit dem Nächsten in einen echten Dialog zu treten, der auf gegenseitigem Respekt, auf Zuhören und gemeinsamem Teilen gründet“.

Abschließend grüßte der Papst die Tausenden Anhänger der „Bewegung für das Leben“, die sich in der Audienzaula „Paolo VI“ versammelt hatten: „Liebe Freunde, eure Bewegung hat sich immer für die Verteidigung des Lebens entsprechend der Lehren der Kirche eingesetzt. Auf dieser Linie habt ihr eine neue Initiative angekündigt, die ‚Einer von uns’ heißt, um die Würde und Rechte eines jeden Menschen von seiner Empfängnis an zu stützen. Ich ermutige und ermahne euch, immer Zeugen und Erbauer der Kultur des Lebens zu sein“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Ein herzliches „Grüß Gott" sage ich den Pilgern und Besuchern deutscher Sprache. In den neun Tagen zwischen Christi Himmelfahrt und dem Pfingstfest hält die Kirche die sogenannte Pfingstnovene. Die Apostel, so berichtet die Schrift, blieben ständig im Abendmahlssaal und verharrten einmütig im Gebet. Nach ihrem Beispiel bittet die Kirche bis Pfingsten um die Herabkunft des Heiligen Geistes. In dieses große Beten der Kirche können wir uns einbinden und mit einem Heilig-Geist-Gebet oder dem Rosenkranz diese verwandelnde Kraft von oben, den Tröster Geist, erbitten, damit er unsere Freude im Glauben stärke und unsere Liebe groß werden lasse. Gott segne euch alle.



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