
Mannheim (kath.net)
Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat Kritik am Katholikentag in Mannheim geübt. Beim Treffen seinen so elementare Dinge wie die Katechese und die Beschäftigung mit der Ehe als Sakrament des Glaubens zu kurz gekommen. Dies erklärte der Limburger Bischof, der auch Vorsitzender der Unterkommission Katechese und Mission bei der Bischofskonferenz ist, gegenüber dem Kölner Domradio. "Als Familienbischof nenne ich hier besonders auch die Ehe und Familie. Die Ehe als Sakrament des Glaubens, als Zeichen für die Welt und die Familie, in der sich das realisiert. Da enttäuscht es mich etwas, auf dem Katholikentag erleben zu müssen, dass es eigentlich zu wenige Veranstaltungen gibt, die einmal ausdrücklich diesen Lebensentwurf herausheben, den wir als Kirche mit Ehe und Familie verbinden. "
Auch das Thema Katechese sei laut dem Bischof von Limburg beim Katholiktentag "sehr defizitär" vertreten. Wörtlich sagte der Bischof: "Der Heilige Vater hat das Jahr des Glaubens ausgerufen, es wird am 50. Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils dann feierlich eröffnet werden. Das ist eine unglaubliche Chance, Aufmerksamkeit für die Botschaft unseres Glaubens zu wecken. Es fordert uns geradezu zu einem verstärkten katechetischen Bemühen auf. Katechese ist eine Vergewisserung des Glaubens und ich hätte mir gewünscht, dass auch hier ausdrücklichere Veranstaltungen zur Katechese stattgefunden hätten. Eine habe ich entdeckt im Programm." Für den Bischof müsse es daher sicherlich eine Reflexion des Katholikentages geben und es müsste eigentlich beim nächsten Katholikentag anders sein.
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