16 Mai 2012, 12:11
Bordellbesuch nach Firmung wäre 'spirituelle Verwahrlosung'
 
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Grazer Generalvikar Schnuderl zu Medienberichten: Ohne die Hilfe von Eltern und Paten droht das Sakrament aber fruchtlos zu werden und es kann sogar zu Perversionen der genannten Art kommen

Graz (kath.net/KAP) Es wäre "ein erschütterndes Zeichen für eine spirituelle Verwahrlosung", sollten Berichte zutreffen, wonach in der Steiermark Paten oder Eltern ihren Firmlingen einen Bordellbesuch ermöglicht haben. Das erklärte der Generalvikar der Diözese Graz-Seckau, Heinrich Schnuderl (siehe Foto), am Mittwoch in einer Presseerklärung zu entsprechenden Medienberichten. Die Zeitung „Standard“ hatte berichtet, dass nach Auskunft steirischer Polizisten Jugendliche zur Firmung manchmal mit einem Bordellbesuch beschenkt werden. Die Polizei ist damit befasst, da dies für unter 18-Jährige illegal ist. Erwachsene, die gegen diesen Jugendschutz verstoßen, müssten mit einer Strafe von bis zu 2.500 Euro rechnen, sagt Kontrollinspektor Franz Handler gegenüber "Standard".

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Die steirischen Pfarren bemühten sich sehr um eine gute Vorbereitung auf die Firmung, so Generalvikar Schnuderl. "Ohne die Hilfe von Eltern und Paten droht das Sakrament aber fruchtlos zu werden und es kann sogar zu Perversionen der genannten Art kommen."

Der Generalvikar widersprach einem Artikel in der Mittwoch-Ausgabe des "Standard" unter dem Titel "Nach der Firmung ins Bordell": Die bischöfliche Kanzlei in Graz sei mit dem Thema "in keiner Weise befasst" gewesen. "Die selbstverständliche Feststellung aus der Pressestelle, dass ein solches 'Geschenk' nicht dem christlichen Menschenbild entspreche, wurde verkürzt wiedergegeben und klingt daher viel zu harmonisch, als dass sie dem empörenden behaupteten Sachverhalt entsprechen könnte", stellte der Generalvikar abschließend fest.

Copyright 2012 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: (c) Katholische Kirche Steiermark / Jungwirth










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