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| ![]() Bolivien: Erzbischof kritisiert Umweltzerstörung8. Mai 2012 in Weltkirche, 1 Lesermeinung In dem südamerikanischen Land sollen auf Wunsch der Regierung weitere Flächen gerodet werden. Zudem ist mitten durch ein Naturreservat eine Autobahn geplant, die den Osten Boliviens mit dem Westen Brasiliens verbinden soll. München (kath.net/KIN) Erzbischof Sergio Alfredo Gualberti, Koadjutor der Erzdiözese Santa Cruz in Bolivien, hat im Gespräch mit dem internationalen katholischen Hilfswerk "Kirche in Not" den breitflächigen Coca-Anbau sowie die Vernichtung des Regenwalds in Bolivien angeprangert. In dem südamerikanischen Land sollen auf Wunsch der Regierung weitere Flächen gerodet werden. Zudem ist mitten durch ein Naturreservat eine Autobahn geplant, die den Osten Boliviens mit dem Westen Brasiliens verbinden soll. Die Straße würde direkt durch den Nationalpark "Isiboro Secure" führen, eine Region, die den Ureinwohnern zuerkannt wurde. Kritiker des Projekts fürchten eine zunehmende illegale Abholzung sowie weitere Umweltzerstörungen durch neue Ansiedlungen entlang der geplanten Trasse. "Dabei werden nicht nur wichtige natürliche Ressourcen zerstört, sondern auch die Verbreitung von Coca gefördert", so Erzbischof Gualberti. Der Präsident Boliviens, Evo Morales, setzt sich seit Jahren für einen Ausbau der Coca-Anbauflächen ein. Kritik aus dem Ausland wie von Seiten der Kirche hat seine Regierung mehrfach scharf zurückgewiesen. Das Verhältnis zwischen Kirche und Regierung gilt zudem auch wegen einer Verfassungsänderung zur strikten Trennung von Kirche und Staat als angespannt. In der katholischen Kirche haben die politischen Veränderungen deshalb zu einem Umdenken geführt. Für die Bischofskonferenz steht nach den Worten von Erzbischof Gualberti der Verkündigungsauftrag im Vordergrund. In den Gemeinden soll die Pastoralarbeit gestärkt und die Ausbildung von Laienkatecheten, Ordensleuten und Seminaristen vorangetrieben werden. Zwar sind offiziell mehr als drei Viertel der rund zehn Millionen Einwohner Boliviens katholisch, doch wird der Glaube längst nicht überall auch gelebt. KIRCHE IN NOT Foto: Eine Familie in den bolivianischen Anden, © KIRCHE IN NOT Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuLateinamerika
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