23 April 2012, 09:44
Koran soll jetzt auch in der Schweiz verteilt werden
 
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Muslime wollen 14.000 Exemplare an Passanten verschenken

Berlin/Zürich (kath.net/idea) Während die umstrittene Verteilung kostenloser Koran-Exemplare in Deutschland weitergeht, haben Muslime in der Schweiz ähnliche Aktionen angekündigt. In Zürich, Basel, Aargau, Winterthur und St. Gallen sollen in den nächsten Wochen 14.000 Exemplare des Korans an Passanten vergeben werden. Das meldet „Welt-Online“ und bezieht sich auf einen Bericht der „Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag“. Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) distanzierte sich von der Aktion: „Wir finden eine Handverteilung nicht sinnvoll“, wird Sprecher Naim Cherni zitiert. Der Koran sei kein Flyer, den man auf der Straße verteile. Hingegen erklärte der Präsident der gemäßigten Föderation Islamischer Dachorganisationen Schweiz (FIDS), Hisham Maizar, von den zumeist jungen Koran-Verteilern gehe keine islamistische Gefahr aus. Zudem sei es weniger aufdringlich, den Koran auf der Straße zu verteilen, „als wenn ein Zeuge Jehovas mit der Bibel in der Hand an die Haustür klopft“.

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1.000 Korane in Hamburg verteilt

In Deutschland haben radikalislamische Salafisten ihre umstrittene Koranverteilung trotz öffentlicher Kritik fortgesetzt. In Hamburg verteilten Anhänger am 21. April in der Innenstadt Medienberichten zufolge rund 1.000 Koran-Exemplare. Hinter der Aktion unter dem Motto „Lies!“ steckt nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden das Netzwerk „Die wahre Religion“ um den radikal-islamischen Prediger und Geschäftsmann Ibrahim Abou-Nagie (Köln). Ihr Ziel ist es, in Deutschland, Österreich und der Schweiz insgesamt 25 Millionen kostenlose Exemplare des Buches zu verteilen. In Deutschland haben die Salafisten nach Schätzung des Verfassungsschutzes etwa 3.800 Anhänger. Sie treten für die absolute Geltung des islamischen Religionsgesetzes, der Scharia, ein und wollen Staat, Gesellschaft und das Leben des Einzelnen nach ihren Normen umgestalten. Ziel ist in letzter Konsequenz ein Gottesstaat.







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