21 April 2012, 19:27
Ein Hort des wahren katholischen Glaubens in stürmischer Zeit
 
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Kardinal Walter Brandmüller bei Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier: Bis heute aber gelte es, Jesus Christus als den Mensch gewordenen Gottessohn zu bekennen

Trier (kath.net/pbt/red) Die lange Tradition der unverfälschten Weitergabe des christlichen Glaubens in Trier hat der römische Kurienkardinal Walter Brandmüller bei der Heilig-Rock-Wallfahrt der Ecclesia-Dei-Gemeinschaften (Kirche-Gottes-Gemeinschaften) nach Trier am 21. April gewürdigt. Kardinal Brandmüller feierte an diesem Tag einen Gottesdienst in der überlieferten lateinischen Form, an dem zahlreiche Gläubige teilnahmen.

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Es sei kein Zufall, dass gerade in Trier die Tunika Christi, dieses „unvergleichliche, greifbare“ Symbol des Menschseins Jesu Christi verehrt werde, der zugleich wahrer Mensch und wahrer Gott sei, wie es im Glaubensbekenntnis formuliert werde, sagte Brandmüller. Seit den ersten Jahrhunderten mit der Ausformulierung des Glaubensbekenntnisses auf den Konzilen von Nicäa 325 und Chalcedon 451 hätten gerade die Bischöfe von Trier stets den wahren Glauben bezeugt, betonte der Kardinal. „Trier war ein Hort des wahren katholischen Glaubens in stürmischer Zeit“, sagte er.

Die Heilig-Rock-Wallfahrt führe ins Zentrum des Glaubens, erklärte der Kardinal. Dabei gehe es nicht so sehr um die Frage, ob die Reliquie echt sei, die Wallfahrt führe vielmehr zu der Frage von Jesus an die Jünger „Für wen haltet ihr mich“? Diese Frage sei von Anfang an und bis auf den heutigen Tag für jeden Gläubigen zentral, an der Antwort auf diese Frage entscheide sich das Schicksal eines jeden Gläubigen, erklärte Brandmüller. Er erinnerte daran, dass es schon zurzeit Jesu viele Antworten auf diese Frage gegeben habe. Die einen hätten Jesus als Weisheitslehrer gesehen, andere als Rebell, als Sozialreformer, oder Freiheitskämpfer. Bis heute aber gelte es, Jesus Christus als den Mensch gewordenen Gottessohn zu bekennen: „und dieses Zeugnis abzulegen, sind wir nach Trier gekommen“.

Zu Beginn des Gottesdienstes hatte der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann Kardinal Brandmüller und die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften „herzlich willkommen“ geheißen und seiner Freude Ausdruck verliehen, dass in St. Maximin eine internationale Gemeinschaft als „Symbol und Ausdruck der einen Kirche Jesu Christi“ versammelt sei. Bischof Ackermann wies in seiner Begrüßung auch auf St. Maximin als einen besonderen Ort der Versammlung hin, denn St. Maximin sei verbunden mit der Tradition der Wallfahrten seit der ersten Zeit. „Hier fand Agritius, der vierte Bischof von Trier, seine letzte Ruhestätte“, sagte der Bischof und erinnerte daran, dass die heilige Helena der Überlieferung nach Bischof Agritius die von ihr mitgebrachten Reliquien aus dem Heiligen Land übergeben habe. „Wir stehen also in gewisser Weise hier am Ursprung der Heilig-Rock-Verehrung“, sagte der Trierer Bischof.

Im Anschluss an den Gottesdienst in St. Maximin zogen die Gläubigen in einer Prozession durch die Stadt zum Heiligen Rock in den Dom.

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