22 April 2012, 08:45
11000 Jugendliche beim Heiligen Rock in Trier
 
Hildegard13
 
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Beim Tag der Katholischen Schulen sind rund 11 000 Schülerinnen und Schüler diesem Ruf gefolgt und zu seinem Gewand gepilgert.

Trier (kath.net/pbt/red)
„Lasset die Kinder zu mir kommen“, sagte Jesus zu seinen Jüngern (Mk 10,14). Beim Tag der Katholischen Schulen sind rund 11 000 Schülerinnen und Schüler diesem Ruf gefolgt und zu seinem Gewand gepilgert. In Scharen gingen sie in der Trierer Innenstadt auf Entdeckungstour, feierten Gottesdienste mit und erlebten das reichhaltige Wallfahrts-Angebot zwischen Second-Hand-Zelt vor der Jugendkirche und Musik am Hauptmarkt.

„Miljuuhnen Leut“ – das können im Trierer Sprachgebrauch schon Gruppen von 50 Personen sein. Doch am Tag der Katholischen Schulen war die mundartliche Redensart angebrachter denn je. Schulklassen aus allen Gegenden des Bistums Trier und darüber hinaus zogen durch die Straßen der Innenstadt, wo es zwischen der Kirche der Jugend in St. Paulus und dem Pilgerzelt im Palastgarten zahlreiche Angebote gab. Bischof Dr. Stephan Ackermann feierte mit Tausenden Kindern und Jugendlichen um 11 Uhr ein „Christuslob“ im Palastgarten. Ein vergleichsweise harmonischer Tag war es für die Schülerinnen und Schüler der achten Klasse des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums Koblenz. Einen Teil des Weges von Koblenz nach Trier hatten sie an den vorangehenden Tagen in Märschen zu 23 und 30 Kilometern mit schweren Rucksäcken absolviert. „Heute war es auf jeden Fall entspannter als die letzten beiden Tage. Es war sehr interessant, den Heiligen Rock zu sehen“, berichtete die dreizehnjährige Elisabeth.

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Einen dreitägigen Ausflug nach Saarburg und Trier machte die Klasse 8b der Bischöflichen Marienschule Münster. Für die Deutsch- und Religionslehrerin Pia Weber war es unter zwei Gesichtspunkten eine lohnende Reise: Zum einen hatte sie zwei Jahre in Trier studiert, zum anderen ist sie die Cousine von Wallfahrtsleiter Monsignore Dr. Georg Bätzing. Er empfing die 38-köpfige Gruppe am Bussteig in der Weberbachstraße und erklärte den Münsteraner Schülerinnen: „Euer Bischof Dr. Felix Genn war der Leiter der letzten Heilig-Rock-Wallfahrt 1996. Deshalb ist es besonders schön, wenn Münsteraner hier nach Trier kommen.“ Bätzing führte die Gruppe zur Liebfrauenkirche und in den Dom, wo sie dem eigentlichen Ziel ihrer Reise entgegentraten, der Tunika Christi. Lehrerin Weber hatte die Schülerinnen darauf gut vorbereitet: „Die wussten nichts mit dem Heiligen Rock anzufangen, und ich war auch zunächst etwas zurückhaltend, denn das Thema Reliquien ist ja in diesem Alter etwas schwierig“, erinnerte sich Weber. Im Unterricht habe man sich Stück für Stück an das Thema herangearbeitet – nicht nur im Fach Religion, sondern auch in Deutsch, wo parallel dazu die Novelle „Kleider machen Leute“ gelesen wurde.

Mehrere Schülerinnen bezeichneten den Gang durch den Dom als feierlichen Moment. Clara (13) meinte: „Der Besuch des Heiligen Rocks hat mir gut gefallen, obwohl ich ihn mir kleiner vorgestellt hatte, weil die Menschen früher ja auch kleiner waren. Es war interessant, die Tunika von Jesus Christus zu sehen – ich werde da sicherlich heute Nacht noch drüber nachdenken.“ Clara und ihre Freundinnen besichtigten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie die Porta Nigra, erkundeten die Innenstadt und beendeten ihren Tag in Trier mit dem Besuch des Jugendgottesdienstes in der St. Paulus Kirche. Dort konnten sie auf einem Sofa und auf gemütlichen Decken nach dem langen Tag etwas „chillen“. „Es war ein spannender Tag, vor allem der Jugendgottesdienst abends“, sagte Lea (13). Auch Lehrerin Weber zog eine positive Bilanz: „Alles ist wunderbar gelaufen, wir waren positiv überrascht, wie viele freiwillige Helfer es gab. Jeder konnte die Stadt erkunden, und heute Abend beginnen wir mit der Reflexion des Ausflugs.“

Foto: (c) Pressestelle Bistum Trier






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