03 April 2012, 12:00
Italiens Kirche ist mit Eucharistiediebstählen konfrontiert
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Italien'
Es geht um aufgebrochene Tabernakel, entwendete Ziborien gefüllt mit konsekrierten Hostien sowie um Missbrauch bei der Handkommunion, indem manche die hl. Eucharistie zu unbekanntem Zweck in ihre Tasche stecken.

Rom (kath.net/pl) Die katholische Kirche in Italien ist seit Monaten mit Eucharistie-Diebstählen konfrontiert. Es geht um aufgebrochene Tabernakel, entwendete Ziborien gefüllt mit konsekrierten Hostien sowie um Missbrauch bei der Handkommunion, indem manche die hl. Eucharistie zu unbekanntem Zweck in ihre Tasche stecken. Über die Motive der Täter wird diskutiert: Bewusste Sakrilegien durch Muslime? Oder Verwendung für satanistische Kulte und schwarze Messen? Darüber berichtete der „Vatican Insider“.

Werbung
ninive 1


Die katholischen Gemeinden sehen sich gezwungen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Mancherorts wird der Tabernakel geleert und geöffnet, um Diebstahlversuchen vorzubeugen. Das Allerheiligste selbst wird dann an einem sicheren Ort verwahrt, so, wie man Juwelen im Tresor verwahren muss, führte der „Vatican Insider“ aus. Salvatore Di Cristina, Erzbischof von Monreale/Sizilien, befürwortete bereits eine “harte Linie” gegen die Täter.

Der Kurienkardinal und Kirchenrechtler Velasio De Paolis erläuterte, dass das Kirchenrecht Sakrilegien gegen die Eucharistie zu den schlimmsten Vergehen zähle und dass dieses Verbrechen die Exkommunikation „latae sententiae“ nach sich ziehe, welche nur durch den Heiligen Stuhl aufgehoben werden könne. De Paolis wies darauf hin, dass auch die Handkommunion das Risiko erhöhe, dass die Eucharistie mitgenommen, profaniert oder für einen sakrilegischen Zweck aufgehoben werde.

Die Liste der Ärgernisse ist lang. Zwei Muslime hatte in Sondrio die Eucharistie von einem Priester auf die Hand empfangen, sie aber nicht konsumiert, sondern in die Taschen geschoben. Nach Informationen aus Polizeiberichten boomen in Italien Satanismuskulte. Gefüllte Pyxen waren beispielsweise in San Giovanni Bosco/Vasto gestohlen worden, gefüllte Ziborien in San Vio/paestum, konsekrierte Hostien waren aus der Krankenhauskapelle von Biancavilla/Katanien verschwunden, die Kirchengemeinde Santa Caterina dello Ionio war Ziel eines nächtlichen Überfalls. Hier und bei den vielen weiteren Eucharistiediebstählen waren geleerte Tabernakel, welche mit Diebeswerkzeug gewaltsam aufgebrochen worden waren, an der Tagesordnung.







kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 

meist kommentierte Artikel

Barmherzigkeit: die Offenbarung der Allmacht Gottes (105)

Franziskus will absolutes Nein zur Todesstrafe im Katechismus haben (99)

Bibelwerks-Direktorin: Neues Lektionar bricht mit Hörgewohnheiten (69)

Kardinal Marx gegen 'Obergrenze' bei Zuwanderung (55)

Häftlinge nutzen Mittagessen mit Papst zur Flucht (48)

‚Menschen in irregulären Beziehungen können in der Gnade leben’ (46)

Civiltá Cattolica: Keine allgemeinen moralischen Regeln (29)

CDU-Kritik an de Maizières Muslimfeiertag-Vorschlag (28)

Vatikan: Schärfere Einwanderungsgesetze sind der falsche Weg (26)

Mit Kurz wird ein gläubiger Katholik Bundeskanzler (22)

Laun: Habe Wächteramt in Bezug auf Lebensschutz ernst genommen (19)

Vatikan verkauft T-Shirts mit Papst als 'Superman' (17)

Deutsches Satiremagazin ruft zum Mord an Kurz auf (15)

Vermittelt Johannes Hartl 'subtil katholische Inhalte'? (14)

Alle sind eingeladen! (13)