29 März 2012, 09:58
Verfassungsschutz: Internetseite 'kreuznet' teilweise antisemitisch
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Medien'
Das Bundesamt für Verfassungsschutz bewertet die Internetseite «kreuznet» nach einem Medienbericht als teilweise antisemitisch und muslimfeindlich.

Köln (kath.net/KNA) Das Bundesamt für Verfassungsschutz bewertet die Internetseite «kreuznet» nach einem Medienbericht als teilweise antisemitisch und muslimfeindlich. Der «Kölner Stadt-Anzeiger» zitiert am Donnerstag aus einer Antwort des Verfassungsschutzpräsidenten Heinz Fromm auf eine Anfrage des Parlamentarischen Geschäftsführers der Grünen, Volker Beck, nach der Fromm schreibt, die Seite zeichne sich «durch homophobe, muslimfeindliche und antisemitische Äußerungen» aus. Etliche Beiträge seien nicht vom Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt und überschritten «die Grenzen zur Strafbarkeit».

Werbung
christenverfolgung


«kreuznet» bezeichnet sich selbst als «Initiative einer internationalen Gruppe von Katholiken in Deutschland und Übersee, die hauptamtlich im kirchlichen Dienst tätig sind». Die katholischen Bischöfe haben sich allerdings wiederholt von «kreuznet» distanziert. Die Seite wurde auf den Bahamas registriert.

Der Verfassungsschutz stößt nach eigenen Angaben bei im Ausland befindlichen Servern an seine Grenzen. Beck lobte gegenüber dem «Kölner Stadt-Anzeiger», es sei «gut, dass der Verfassungsschutz die Hetzer von kreuznet im Auge hat. Der Unflat dieser Seite aus dem Sympathisantenumfeld der Pius-Bruderschaft ist eine Beleidigung für jeden gläubigen Katholiken». Dass ein Vorstandsmitglied von «Pro Köln» bei «kreuznet» veröffentliche, zeige, «dass Pro Köln nicht etwa proisraelisch ist, sondern Hetze gegen Minderheiten zum Programm hat».

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: (c) Bundesamt für Verfassungsschutz

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!









kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram

meist kommentierte Artikel

Affären, Macht und Intrigen? (115)

ÖBK-Mitglied ruft zum gemeinsamen Kommunionempfang auf (81)

Australien berät Aufhebung des Beichtgeheimnisses bei Missbrauch (52)

Die neue Würde, die Jesus der Frau schenkt (42)

"Was die Nazis machten, heute tun wir das mit weißen Handschuhen" (39)

Die Beleidigung tötet die Zukunft des anderen (39)

Lohnt sich der Kinofilm über Papst Franziskus? (36)

Abendmahl und Eucharistie (27)

Irland möchte katholische Krankenhäuser zur Abtreibung zwingen (26)

Eucharistie für alle: Warum um den heißen Brei geredet wird (20)

Salzburg: Neupriester Reves vermittelt Ostkirchen-Spiritualität (20)

"Ausnahme nicht zur Regel machen" (17)

Chuck Norris warnt vor linker Indoktrination an US-Universitäten (15)

Zwei Donnerschläge aus Rom (15)

Islam-Vorsitzender: Integration nicht nur auf Flüchtlinge abwälzen (13)