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Lateinamerika: Zeitungen würdigen 'päpstlichen Atem des Wandels'

29. März 2012 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Auseinandersetzung des Papstes mit der gesellschaftlichen Situation auf Kuba beherrscht am Mittwoch die Schlagzeilen lateinamerikanischer Zeitungen


Havanna-Mexiko-Stadt (kath.net/KAP) Am Schlusstag des Besuches von Papst Benedikt XVI. auf Kuba bestimmten dessen Worte zur gesellschaftlichen Situation auf der Karibikinsel sowie die Spekulationen über ein Treffen mit Revolutionsführer Fidel Castro die Schlagzeilen der lateinamerikanischen Medien. Das kubanische Parteiorgan "Granma" veröffentlichte eine Kolumne unter dem Titel "Reflexiones de Fidel" (Fidels Gedanken). Darin kündigte der Ex-Präsident eine Anfrage nach einem kurzen, einfachen Treffen mit Papst Benedikt XVI. an. Über das Treffen mit Präsident Raul Castro berichten alle staatlichen kubanischen Medien im nachrichtlichen Stil und heben die Herzlichkeit des Zusammentreffens hervor.

Außerhalb Kubas beherrscht die Auseinandersetzung des Papstes mit der gesellschaftlichen Situation der Insel die Schlagzeilen. Die argentinische Tageszeitung "Clarin" kommentiert: "Der Papst fordert eine politische Öffnung, aber Kuba weist dies zurück." Für diesen Mittwoch (Ortszeit) prognostiziert "Clarin" einen Test und fragt, inwieweit der "päpstliche Atem des Wandels" auch während des Freiluftgottesdienstes auf dem "Platz der Revolution" in Havanna bemerkbar sein wird.


Die in der Exil-Kubaner-Hochburg Miami erscheinende US-Tageszeitung "El nuevo Herald" stellt das Gebet des Papstes für die politischen Gefangenen in Kuba in den Vordergrund ihrer Berichterstattung. Auch die kolumbianische Tageszeitung "El Tiempo" widmete der "päpstlichen Botschaft für die Häftlinge und Exil-Kubaner" ihre Aufmerksamkeit. Die Zeitung spekuliert zudem darüber, dass Fidel Castro im Wissen um sein hohes Alter noch einmal die Gelegenheit ergreifen wolle, mit dem Papst Erfahrungen auszutauschen.

Die mexikanische Tageszeitung "Jornada" mutmaßt, bei dem Treffen zwischen Raul Castro und dem Papst könne die Frage der in den USA einsitzenden fünf kubanischen Häftlinge, der "Miami5", sowie der Fall des in Kuba inhaftierten US-Geschäftsmanns Alan Gross eine zentrale Rolle gespielt haben: "Raul Castro und der Papst stellen sich humanitären Fragen", schreibt das Blatt.

In Venezuela greifen die Medien die Spekulationen über ein Treffen des Papstes mit dem an Krebs erkrankten Staatspräsidenten Hugo Chavez auf, der sich zur Behandlung derzeit in Havanna aufhält. "Chavez schließt ein Treffen mit dem Papst aus", schreibt "El Universal". Der kolumbianische TV-Sender Caracol berichtet dagegen unter Berufung auf den venezolanischen Kolumnisten Nelson Bocaranda, am Mittwoch sei eine rund fünfminütige Begegnung des Papstes mit Chavez geplant.

Film: Papst trifft Castro




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Lesermeinungen

 goegy 29. März 2012 
 

Eine wunderbare Szene: Das Zusammentreffen des in weiss gekleideten Mannes des Glaubens mit dem gebrechlichen Revolutionär und Sozialvisionär in schwarz, der das Gute wollte und leider auf weltanschauliche Abwege geriet.
Unverständnis und machtpolitische, egoistische Beweggründe auf Seiten der sog. freien Welt mögen dabei eine Rolle gespielt haben. Cuba ist zwar arm und es herrscht keine Meinungsfreiheit. Aber jeder hat Anrecht auf Ausbildung und medizinische Versorgung und niemand hungert. Eine soziale Sicherheit auf tiefem Niveau! Ist dies nicht auch etwas wert!
Was wäre, wenn der amerikanische Kapitalismus mit seinen Grosskonzernen, mit dem Trugbild von gückverheissendem Konsumerismus, mit seinen Spielkasinos und Supermärkten, mit Drogen und Prostitution zurückkäme?
Möge Cuba davon verschont bleiben und einen Weg zu Freiheit und Gerechtigkeit in christlichem Sinne finden. Möge dem Massimo Leader das Licht des Glaubens geschenkt werden.


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