29 März 2012, 08:22
Primas: Fixierung auf Minderheitenrechte bedroht Gesellschaft
 
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Rowan Williams: Nun sei es Zeit, wieder verstärkt das Gemeinwohl in den Blick zu nehmen.

London (kath.net/KNA) In einer Fixierung auf Minderheitenrechte sieht Rowan Williams, der Primas der anglikanischen Staatskirche von England, eine Gefährdung der Gesellschaft. Vieles sei in den vergangenen 20 Jahren für die Rechte von Homosexuellen, ethnischen Minderheiten und Frauen erreicht worden, zitiert die Tageszeitung «Daily Telegraph» (Onlineausgabe Dienstagabend) den Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams. Nun sei es Zeit, wieder verstärkt das Gemeinwohl in den Blick zu nehmen.

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«Identität» sei ein Begriff geworden, auf dem man «leicht ausrutschen» könne, führte Williams demnach in einer Diskussion mit Jugendlichen im walisischen Cardiff aus: «Wenn wir anfangen zu sagen 'Das ist eben meine Identität und Schluss', sind wir in Gefahr, unsere Gesellschaft in Fragmente zu spalten.»

Williams, der auch das Ehrenoberhaupt der 77 Millionen Anglikaner weltweit ist, hatte kürzlich seinen Amtsverzicht zum Jahresende angekündigt. Bis dahin wolle er deutlich seine Ansichten zu Dingen aussprechen, die ihm am Herzen lägen. In einer Ansprache an die «Walisische Vereinigung» hatte er am Vorabend vor der Gefahr einer Abhängigkeit von Gaben des Wohlfahrtsstaates gewarnt. Man dürfe nicht vom Staat erwarten, alle Probleme zu lösen. Für eine funktionierende Gesellschaft brauche es auch Selbstverantwortung, Aktivität und Kreativität.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

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