25 März 2012, 10:32
Papst: Kinderlächeln 'soll durch nichts ausgelöscht werden'
 
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Benedikt XVI.: Beschützt die Kinder und achtet auf sie, damit sie in Frieden leben und zuversichtlich in die Zukunft schauen können. Ermutigung zur Freundschaft mit Jesus und zum Besuch der sonntäglichen Messfeiern. VIDEO + Wortlaut

Guanajuato (kath.net/KNA) Papst Benedikt XVI. hat für die junge Generation Mexikos eine Zukunft ohne Gewalt, Hunger und Leiden eingemahnt. "Jeder von euch ist ein Geschenk Gottes für Mexiko und die Welt", sagte der Papst am Samstagabend (Sonntagmorgen MESZ) bei einer Ansprache an Kinder in Guanajuato. Ihre Familien, die Kirche, die Schulen und alle Verantwortungsträger in der Gesellschaft müssten zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Kinder "als Erbe eine bessere Welt empfangen, ohne Neid und Zwietracht". Er fordere alle auf, Kinder zu beschützen und auf sie zu achten, damit sie in Frieden leben und zuversichtlich in die Zukunft schauen können. Ihr Lächeln dürfe nie vergehen, mahnte Benedikt XVI.

Auf der Plaza de la Paz hatten sich begeisterte Kinder, Jugendliche und deren Eltern versammelt, um die Grußworte des Papstes zu hören, der vom Balkon des Gouverneurspalastes zu ihnen sprach. Sie begrüßten ihn nach seinem Treffen mit Präsident Felipe Calderon mit freudigen Gesängen und Benedicto"-Sprechchören. Von Jubelrufen unterbrochen wandte sich der Papst an alle Kinder des Landes, besonders an die leidenden, verlassenen und an jede, die unter Gewalt oder dem nach langer Trockenheit in einigen Gegenden spürbaren Hunger litten. Er versicherte den Kindern, dass Gott sie kenne, liebe und wünsche, dass sie immer glücklich seien.

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Benedikt XVI. ermutigte die jungen Menschen zu einer Freundschaft mit Jesus, der ihnen auch in den schwierigsten Situationen helfen werde. Sie könnten die Welt verwandeln, wenn sie zuließen, dass die Liebe Christi ihr Herz verwandelt. Ein Jünger Jesu antworte auf das Böse nicht mit Bösem, sondern sei ein Bote der Vergebung und Fröhlichkeit sowie ein Diener der Einheit, so der Papst. Jeder könne zu einem Friedensstifter werden. Er rief die Kinder auf, einen christlichen Lebensstil zu pflegen, die Sonntags-Messen zu besuchen und gemeinsam in der Familie zu beten. Er selbst werde darum beten, dass Mexiko ihnen ein Zuhause werde, in dem alle seine Bewohner in Ruhe und Harmonie leben.


Kath.net veröffentlicht die Grußworte Papst Benedikts XVI. an die Kinder im Wortlaut:

Liebe Kinder!

Ich bin froh, euch zu treffen und eure fröhlichen Gesichter zu sehen, die diesen schönen Platz füllen. Ihr steht im Herzen des Papstes an ganz wichtiger Stelle. Und in diesem Augenblick möchte ich, daß dies alle Kinder Mexikos wissen, besonders die, welche die Last des Leidens, der Verlassenheit, der Gewalt oder die des Hungers ertragen, der in diesen Monaten aufgrund der Trockenheit in einigen Gegenden sehr spürbar geworden ist. Danke für diese Feier des Glaubens, für eure fröhliche Teilnahme und für die Freude, die ihr mit euren Gesängen zum Ausdruck gebracht habt. Heute sind wir voller Jubel, und das ist wichtig. Gott möchte, daß wir immer glücklich sind. Er kennt uns und er liebt uns. Wenn wir zulassen, daß die Liebe Christi unser Herz verwandelt, dann werden wir die Welt verwandeln können. Das ist das Geheimnis des echten Glücks.

Dieser Ort, an dem wir uns befinden, hat einen Namen, der die Sehnsucht ausdrückt, die alle Völker im Herzen tragen: „Der Friede“ – ein Geschenk, das von oben kommt. „Friede sei mit euch!“ (Joh 20,21). Das sind die Worte des auferstandenen Herrn. Wir hören sie in jeder Messe, und heute erklingen sie von neuem hier, in der Hoffnung, daß jeder zu einem Friedensstifter werde und zu einem Boten jenes Friedens, für den Christus sein Leben hingegeben hat.

Der Jünger Jesu antwortet auf das Böse nicht mit Bösem, sondern ist immer ein Werkzeug des Guten, ein Bote der Vergebung, ein Überbringer der Fröhlichkeit, ein Diener der Einheit. Jesus möchte in das Leben eines jeden von euch eine Geschichte der Freundschaft einschreiben. Behaltet ihn also als euren allerbesten Freund. Er wird niemals müde euch zu ermuntern, immer alle zu lieben und Gutes zu tun. Ihr hört ihn, wenn ihr stets beharrlich mit ihm in Verbindung bleibt; er wird euch auch in den schwierigsten Situationen helfen.
Ich bin gekommen, damit ihr meine Zuneigung spürt. Jeder von euch ist ein Geschenk Gottes für Mexiko und für die Welt. Eure Familie, die Kirche, die Schule und die Verantwortlichen in der Gesellschaft müssen alle gemeinsam daran arbeiten, damit ihr als Erbe eine bessere Welt erhalten könnt, ohne Neid und Zweitracht.

Darum möchte ich meine Stimme erheben und alle auffordern, die Kinder zu beschützen und auf sie zu achten, damit ihr Lächeln nie vergehe, sie in Frieden leben und vertrauensvoll in die Zukunft blicken können.

Ihr, meine kleinen Freunde, seid nicht allein. Verlaßt euch auf die Hilfe Christi und seiner Kirche, um einen christlichen Lebensstil zu pflegen. Nehmt an der Sonntagsmesse, an der Katechese, an Apostolatsgruppen teil und sucht nach Orten des Gebets, der Geschwisterlichkeit und der Liebe. So lebten die seligen Cristobal, Antonius und Johannes, die kleinen Märtyrer von Tlaxcala. Als sie zur Zeit der ersten Evangelisierung Mexikos Jesus kennenlernten, haben sie entdeckt, daß es keinen größeren Schatz gibt als ihn. Sie waren klein wie ihr, und von ihnen können wir lernen, daß man nicht erst ab einem bestimmten Alter lieben und dienen kann.

Ich würde mich gerne länger bei euch aufhalten, aber ich muß schon wieder gehen. Bleiben wir im Gebet beisammen. So bitte ich euch nun, immer zu beten, auch zu Hause; auf diese Weise werdet ihr die Freude erleben, in der Familie mit Gott zu sprechen. Betet für alle, auch für mich. Ich werde für euch beten, daß Mexiko eine Heimstatt sei, in der alle seine Bewohner in Ruhe und Harmonie leben. Ich segne euch von Herzen und bitte euch, die Liebe und den Segen des Papstes zu euren Eltern und Geschwistern zu tragen, wie auch zu allen anderen, die euch nahestehen. Die Heilige Jungfrau begleite euch.

Vielen Dank, meine kleinen Freunde!

KATHTUBE: Die Rede von Benedikt an die Kinder





Benedikt XVI. in Mexiko: Pope expresses closeness to Mexican children in face of violence (Rome Reports)





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