22 März 2012, 17:25
Doppelmoral bei der New York Times
 
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Die New York Times veröffentlichte ein Inserat, in dem der Austritt aus der katholischen Kirche beworben wurde. Ein ähnliches Inserat, das zum Verlassen des Islam aufruft, hat die Zeitung abgelehnt.

New York (kath.net/jg)
Die „New York Times“ misst mit zweierlei Maß, wenn es um Kritik am katholischen Glauben und dem Islam geht. Diesen Vorwurf erhebt Bill Donohue, Vorsitzender der „Catholic League“, nachdem die Zeitung ein Inserat veröffentlicht hat, das zum Austritt aus der katholischen Kirche auffordert. Nur wenig später lehnte sie ein ähnliches Inserat ab, das zum Verlassen des Islam aufrief, berichtet der US-Sender FOXNews.com.

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Am 9. März erschien in der New York Times eine Einschaltung der „Freedom from Religion Foundation“ (dt. Stiftung Freiheit von der Religion), das Katholiken dazu aufruft, die Kirche zu verlassen. Die Kirche habe nach den Sexskandalen der letzten zwei Jahrzehnte und der dazugehörigen Vertuschung keine Loyalität mehr verdient, heißt es unter anderem in dem Inserat.

Pamela Geller, Vorsitzende der Organisation „Stop Islamization of America“ (dt. Stoppt die Islamisierung Amerikas) wollte bei der New York Times ein ähnliches Inserat schalten, das zum Verlassen des islamischen Glaubens aufruft. Doch die Zeitung lehnte eine Veröffentlichung „zum gegenwärtigen Zeitpunkt“ ab.

Eine Sprecherin der New York Times begründete die Ablehnung des Inserates mit der Situation in Afghanistan. Die Zeitung befürchte, dass eine Veröffentlichung US-amerikanische Soldaten und Zivilisten in der Region gefährden könne, da die Situation angesichts der jüngsten Ereignisse sehr angespannt sei.

Donohue ist der Ansicht, die Entscheidung der New York Times beruhe entweder auf antikatholischer Borniertheit oder auf Angst vor islamischer Gewalt. Die Entscheidung, Gellers Inserat nicht zu veröffentlichen, sei ein Zeichen, dass die Zeitung bestimmte Ziele verfolge, sagte Donohue gegenüber FOXNews.









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