14 März 2012, 09:57
Wenn ein deutscher Banker seine Projekte in Indien besucht
 
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Der Geschäftsführer der Steyler Bank besuchte die Hilfsprojekte, für die er Gelder zur Verfügung stellt: 'Das werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Da habe ich erkannt, dass sich jede Investition lohnt.'

Khandwa (kath.net/PM) „Man kann so etwas nicht immer nur vom grünen Tisch entscheiden. Man muss auch einmal vor Ort sein und sich anschauen, wie die Menschen dort leben – in welcher Kultur sie beheimatet sind. Für meine Arbeit ist es wichtig, Eindrücke von der Basis zu haben“, sagt Norbert Wolf, Geschäftsführer der Steyler Bank.

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Jeans statt Nadelstreifen. Für zwei Wochen tauchte Wolf in die Welt ein, die er normalerweise nur vom Schreibtisch her kennt.

Seit ihrem Bestehen wandern die Gewinne der Steyler Bank nicht in die Taschen anonymer Aktionäre, sondern landen direkt bei den Menschen, die bedürftig sind. Für Wolf deshalb nicht weiter ungewöhnlich, dass er sich als Geschäftsführer einer Bank ein Bild von den Lebensumständen derer macht, die sein Unternehmen unterstützt.

„Ich habe mir in diesen zwei Wochen viele Projekte angesehen, aber eines hat mich ganz besonders angesprochen. Ein Hostel – wir würden sagen Internat – in dem 470 Kinder untergebracht sind und von den Steyler Missionaren und Missionarinnen betreut werden. Sie erhalten eine Schulausbildung, ein Dach über dem Kopf und haben jeden Tag einen gefüllten Magen.

„Das werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Da habe ich erkannt, dass sich jede Investition lohnt. Eine Investition in die Zukunft dieser Kinder, und ist sie noch so klein, um ihnen schrittweise ein besseres Leben zu ermöglichen.“

Missionar in Indien wäre für Wolf allerdings keine Option. „Naja, ich bin ja Banker und eben kein Missionar geworden. Aber auch als Banker in Indien – nein, auch das wäre für mich nicht vorstellbar. Da sind mir die Kulturunterschiede einfach zu groß.“

„Für mich persönlich, aber auch für meine Arbeit nehme ich von dieser zweiwöchigen Reise mit, dass man auf keinen Fall unsere Kultur eins zu eins in andere Länder übersetzen kann und soll. Das hat mich sehr fasziniert. Also die Akzeptanz der verschiedenen Kulturen. Das hat für mich sehr an Bedeutung gewonnen. Nicht zu denken: Das muss jetzt so sein, sondern zu sehen, das geht auch anders.“

Eine Reise, die Wolf sicherlich nicht so schnell vergisst – im Gegenteil: „Mich werden diese Erfahrungen in Zukunft noch viel mehr fordern und auch Freude bereiten, den Menschen eine Zukunft zu geben.“

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Foto: © Steyler Missionare







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