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BBC-Chef verteidigt rauen Umgang mit Christentum in Medien27. Februar 2012 in Aktuelles, 13 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Das Christentum verträgt nach Auffassung von BBC-Generaldirektor Marc Thompson einen raueren Umgang in den Medien als andere Glaubensrichtungen. BBC würde nie eine ähnlich satir. Produktion wie "Jerry Springer: The Opera" über Muslime ausstrahlen
London (kath.net/KNA) Das Christentum verträgt nach Auffassung von BBC-Generaldirektor Marc Thompson einen raueren Umgang in den Medien als andere Glaubensrichtungen. Die christliche Religion besitze als etablierter Teil der kulturellen Landschaft «ziemlich breite Schultern», sagte der Chef des britischen Senders laut «Daily Mail» (Montag). Andere Glaubensrichtungen seien hingegen mit ethnischen Minderheiten verbunden und müssten daher weitaus sensibler behandelt werden. So werde der Islam «fast gänzlich» von Menschen praktiziert, die sich bereits anderweitig isoliert oder Vorurteilen ausgesetzt fühlten, zitiert ihn die Zeitung. 
Für gläubige Muslime hat eine satirische oder herabsetzende Darstellung des Propheten Mohammed nach Thompsons Worten eine vergleichbare Wirkung wie eine kinderpornographische Abbildung. Ein Fehler von Verfechtern des Säkularismus sei, dass sie sich nicht vorstellen könnten, «wie sich Blasphemie für jemanden anfühlt, der ein Realist in seinen Glaubensüberzeugungen ist», so der BBC-Direktor, der sich selbst als gläubigen Katholiken bezeichnet. Man müsse sorgfältig darüber nachdenken, ob etwas, das im Namen der Meinungsfreiheit gesagt werde, auf einen Juden, Sikh, Hindu oder Muslimen nicht bedrohlich oder ausgrenzend wirken könne. Thompson sagte, die BBC würde nie auch nur erwägen, eine ähnlich satirische Produktion wie «Jerry Springer: The Opera» über Muslime auszustrahlen. Das 2005 gesendete Musical, das christliche Themen aufs Korn nimmt, zog nach Medienberichten mehr als 45.000 Zuschauerproteste nach sich. Viele argumentierten, über den Propheten Mohammed und den Islam hätte es eine solche Show nicht gegeben. (C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Foto: (c) BBC
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Lesermeinungen| | frajo 28. Februar 2012 | |  | @Wolfgang63 Wenn Sie denken, daß ein erweiterter Gedankenaustausch sinnvoll sein könnte, dann schicken Sie mir doch ein Mail über den Operator. Dort kennt man meine Mail-Adresse. lg |  0
| | | | | Wolfgang63 28. Februar 2012 | | | | Argumente @Frajo: Ich kann nur versichern, dass ich wirklich versuche, Argumenten gegenüber offen zu sein. Ich fühle mich nicht einer bestimmten Denkrichtung verpflichtet, sondern suche ganz altmodisch gesprochen die Wahrheit. Diskussionen, gerade auch online, leiden häufig unter einer verfehlten Zielsetzung: Eine gute Diskussion ist nicht eine, bei der man seine Meinung durchsetzt, sondern eine, aus der man anders herausgeht als hineinging - mit anderen Worten: In der man lernt; dies ist ein Grund, warum ich auch religiöse Internetseiten verfolge, auch wenn ich nicht mehr religiös bin.
Zur Rolle der Vernunft bei der Gotterkenntnis kenne ich die Aussagen des Papstes, die Position des Katechismus, die Enzyklika Fides et Ratio, diverse Gottesbeweise, physikalische Argumente z.B. zur Feinabstimmung etc., aber die dort getroffenen Aussagen sind aus meiner Sicht fehlerhaft und in Teilen sogar. Um dies zu diskutieren, reicht der Platz hier aber wohl nicht. |  0
| | | | | speedy 28. Februar 2012 | | | |
ich möchte ihm nichts unterstellen, aber sind das nicht Methoden der Freimaurer |  0
| | | | | Wolfgang63 28. Februar 2012 | | | | Kontrovers @frajo: Sie denken sehr in Fronten und wenig in Gemeinsamkeiten: Ich habe in einigen z.B. sozialen Projekten gut mit Christen, Grünen und anderen zusammenarbeiten können. Die Aussagen des BBC-Chefs haben mich auch erstaunt und ich teile seine Sichtweise nicht: Maßstab des Handels (auch wenn man kritisiert) sollte Respekt sein und nicht die Frage, ob jemand \"breite Schultern hat\".
@Erzmagier: Auf Säkulare wird ganz ordentlich eingeschlagen. Bei seinem Besuch in England stellte der Papst 2010 z.B. Atheisten und Nazis in eine Ecke, obwohl es Atheisten waren, die unter den Nazis als erste beseitigt wurden (Freidenkerverband mit rund 650000 Mitgliedern, der Vorsitzende Max Sievers wurde hingerichtet). |  1
| | | | | Erzmagier 28. Februar 2012 | |  | Tabuthema Säkularismuskritik Herr Thompson erwähnt jedoch nicht, was er von einem rauen Umgang mit dem Säkularismus im Programm des Senders halten würde. In dieser Richtung auszuteilen scheint ein Tabuthema zu sein. |  0
| | | | | Johannes Evangelista 27. Februar 2012 | | | | Wenn er das ernst meint ... ... dann dürfen Katholiken in Großbritannien alle Minderheitenrechte für sich einklagen. Denn das Christentum ist zwar Teil der etablierten Kultur in UK, aber Katholiken hatten und haben es traditionell extrem schwer. |  1
| | | | | frajo 27. Februar 2012 | |  | Sind solches die Argumente von Leuten, die sich an kleine Kindern vergehen? Weil solche zu klein sind um sich zu wehren. Dieser famose Chef von BBC ist nun aber beileibe kein Mitläufer, sondern Täter an vorderster Front.Und spricht seine Intention auch noch aus!
Schön, daß die Leute von der gottlosen Front hier schon wieder, wie in Norwegen, einen Christen ausgemacht haben. Beweis? Hat er doch selber gesagt! Ist das ein armseliger Haufen! Nein Leute, das ist eher einer von euch. Man erkennt die Menschen immer am sichersten an dem, was sie tun, und nicht an dem, was sie sagen. |  1
| | | | | Airam 27. Februar 2012 | |  | natürlich haben wir \"ziemlich breite Schultern\" aber nicht, weil wir uns als \"etablierter Teil der kulturellen Landschaft\" verstehen, sondern weil Christus für uns bereits aller Spott getragen hat.
Dass Christen noch so viel Masse aufbringen, dass über sie gespottet werden \"darf\", ohne um eine mimosenhafte Minderheit sich sorgen zu müssen, hätte ich gar nicht mehr angenommen in dem ach so gottfern sich gebenden Europa. |  1
| | | | | Stephaninus 27. Februar 2012 | | | | Katholik, das ich nicht lache Der BBC-Chef darf sich bezeichnen, als was er will. Aber jemand, der das Lächerlichmachen des Glaubens rechttfertigt und in seinem Verantwortungsbereich fördert, der hat sich selbst ausserhalb desselben gesetzt. Die Argumentation Thompsons kenne ich aus dem eigenen Bekanntenkreis: Ja, ich bin doch selber Christ....Und dann zieht man über die Kirche her. Ausserdem: Hat der BBC-Chef noch nicht gemerkt, dass die praktizierenden Christen in UK (und die Katholen dort allemal) längst eine kleine Minderheit sind. Fazit: Sogar die eigene Argumentation richtet sich gegen ihn. |  1
| | | | | Wolfgang63 27. Februar 2012 | | | | Dank an die Redaktion sorry und mea culpa :-) |  0
| | | | | Wolfgang63 27. Februar 2012 | | | | Er ist Katholik Ein wichtiger Hinweis fehlt in dem Artikel: Marc Thompson ist Katholik. Hier ein Artikel aus der englischen Presse zu diesem Thema. Darin finden Sie z.B. den Satz:
\"Mr Thompson said he was a “practising Catholic” who believed that the “truths of the Christian faith” were objective rather than subjective.\"
P. S. Anmerkung der Redaktion: Dies steht natürlich im Text. Bitte etwas genauer lesen ;-) |  2
| | | | | Albertus Magnus 27. Februar 2012 | | | |
Das heist also, dass man vom Christentum erwartet, dass es die Rolle des Prügelknaben übernehmen soll, weil es am tolerantesten ist? Von wegen! Das ist eine banale Kosten-Nutzen-Rechnung. Man sicht sich eben denjenigen heraus, von dem die geringst Gefahr ausgeht. Bei der BBC ist man nur zu feige und dann tut man so als sei man um Minderheiten besorgt. |  1
| | | | | Cejazar 27. Februar 2012 | | | | Falsch verstandener Säkularismus Irgendwie kann ich die Argumentation des BBC-Chefs nicht ganz nachvollziehen. Von den Verfechtern des sog. Säkularismus wird gerne angeführt, dass der Staat sich neutral gegenüber den Religionen verhalten solle und implizit keine bevorzugen oder benachteiligen dürfe. Leider scheint der Leiter dieser öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt das nicht begriffen zu haben. Wenn Säkularismus gefordert wird, dann muß gleiches Recht für alle Religionen gelten. Denn ein \"In Watte Packen\" bestimmter Weltanschauungen widerspricht der Gleichbehandlung der Religionen und folglich den gerne postulierten Werten des Säkularismus. |  2
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