
Rom (kath.net/KAP) Die katholische Gemeinschaft "Comunione e Liberazione" (CL) hat einen Seligsprechungsprozess für ihren Gründer Don Luigi Giussani (1922-2005) beantragt. Der Vorsitzende der Laienbewegung, Julian Carron, habe am Mittwochabend dem Mailänder Erzbischof, Kardinal Angelo Scola, einen Antrag zur Eröffnung eines Verfahrens überreicht, teilte CL mit. Zur Postulatorin habe Carron die Kirchenrechts-Professorin Chiara Minelli ernannt. Anlass für die Übergabe war ein Gottesdienst zum 30. Jahrestag der Anerkennung der Gemeinschaft durch den Vatikan.
Giussani (Foto) wurde am 22. Oktober 1922 in Desio in der Lombardei geboren und wurde 1945 zum Priester des Erzbistums Mailand geweiht. Er gründete die Organisation 1954 im Rahmen der katholischen Studentenseelsorge in Mailand. 1968 gab Giussani ihr den heutigen Namen "Comunione e Liberazione" (Gemeinschaft und Befreiung). Von 1964 bis zu seiner Emeritierung 1990 lehrte er an der Katholischen Universität in Mailand. Das Requiem nach seinem Tod am 22. Februar 2005 hielt der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger.
1982 wurde die Bewegung vom Päpstlichen Laienrat offiziell anerkannt. Sie ist nach eigenen Angaben in rund 80 Ländern in allen Teilen der Welt tätig. Sie setze statt auf feste Mitgliedschaften auf freiwillige Teilnahme. Der Gemeinschaft verbundene Personen sind in wichtigen Positionen von Gesellschaft, Kirche und Politik tätig.
Process of beatification begins for Luigi Giussani, founder of Communion and Liberation (Rome Reports)
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