17 Februar 2012, 09:31
Protestanten und Katholiken müssen politisch zusammenarbeiten
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Politik'
Kardinal-Höffner-Kreis: In Sachen Ökumene war die Union schneller als die Kirchen

Berlin (kath.net/idea) Katholiken und Protestanten müssen in der Politik eng zusammenarbeiten, um etwas zu erreichen. Das erklärte der Vorsitzende des vor allem aus CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten bestehenden Kardinal-Höffner-Kreises, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Hermann Kues (CDU), gegenüber idea. Die Erfolgsgeschichte der Union sei vor allem auf die Überwindung der Konfessionsgrenzen zurückzuführen. Kues: „Die Union war hier schneller und konsequenter als die Kirchen.“ Als die Kirchen noch längst nicht so weit waren, habe ihnen sozusagen die Politik vorgemacht, was Ökumene heiße. Das „C“ im Parteinamen stehe ja nicht für katholisch, sondern für christlich, so Kues, der dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) angehört.

Werbung
ninive 4


Höffner-Kreis lädt EKD-Ratsvorsitzenden ein

Spannungen zwischen dem Kardinal-Höffner-Kreis und dem Evangelischen Arbeitskreis (EAK) der Union unter Vorsitz des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesbildungsministerium, Thomas Rachel (CDU), seien nie aufgetreten. Ohnehin seien die Organisationsstrukturen der beiden Gremien schwer zu vergleichen. Der EAK ist eine offizielle Parteiorganisation und die nach dem Kölner Kardinal Joseph Höffner (1906-1987) benannte Gruppierung ein Gesprächskreis. Beide eint laut Kues der Auftrag dazu beizutragen, dass sich politisch engagierte Christen mit kirchlichen Themen beschäftigen und dem christlichen Glauben auch im politischen Alltag eine Bedeutung geben. Für die Zukunft wünscht sich Kues verstärkte Diskussionen mit Repräsentanten der evangelischen Kirche. Der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), habe bereits eine Einladung zum Kardinal-Höffner-Kreis erhalten. Auch schließt Kues nicht aus, einmal eine gemeinsame Veranstaltung mit dem EAK durchzuführen.

Foto Hermann Kues: © Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend







kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 

meist kommentierte Artikel

Wiederverheiratete und 'Pathologie schismatischer Zustände' (88)

Kardinal Ouellet verteidigt "Amoris laetitia" in Vatikanzeitung (67)

Gouverneur Brown zum Klimawandel: ‚Gehirnwäsche’ notwendig (55)

„Kanzlerin Merkel ist doppelt geschwächt, aber noch alternativlos“ (32)

Bärtige Männer fordern Ordensfrauen zur Konversion zum Islam auf (27)

Papst Johannes Paul II. warnte 1992 vor einer „Invasion des Islams“ (26)

Limburg: „Bischof und Bistum werben nicht für Abtreibung“ (23)

'Repräsentanten einer ethisch, humanistisch orientierten Organisation (20)

'Weihnachtsblut. Warte...' (15)

Angst und Unsicherheit führen zu einem falschen Gottesbild (15)

Kardinal Marx gegen bedingungsloses Grundeinkommen (15)

Bundesjugendseelsorger gegen "Antworten auf ungestellte Fragen" (12)

Schavan: Papst überfordert nicht bei Migration, er ermutigt (10)

Kanada: Diskriminierung von Christen bei der Adoption (10)

Unsere Liebe Frau in Jerusalem (10)