24 März 2012, 19:30
'Ich habe dich, liberale Kirche von Amerika, so satt'
 
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"Ich nehme es euch übel, dass ihr eure antikatholischen, gottlosen Abwege den Massen in diesem Land aufdrängt…" - Leseprobe 5 aus dem Buch „Mutter Angelica“ von Raymond Arroyo / Nachrichtendirektor von EWTN.

Wien (kath.net) „Gestern habe ich einen Irrtum begangen, als ich zu Ihnen sprach. Ich lud Sie ein, sich den Heiligen Vater bei den Kreuzwegstationen anzusehen, aber er hat die Stationen gar nicht gebetet. Ich möchte mich bei Ihnen für dieses Versehen entschuldigen. Ich bin sehr froh darüber, dass er nicht dabei war. Die Stationen waren schön. Die Gebete waren schön. Aber man hatte Unseren Herrn als eine Frau dargestellt, ein Gräuel für den Ewigen Vater im Himmel!“

Wie eine Mutter, die ihr Junges verteidigt, ließ sie auf ihre Gegner etwas niedersausen, das schärfer als ein Brotmesser war. Was dann kam, war ebenso erregt wie emotional. Als sie fortfuhr, sprudelte es noch schneller aus ihr hervor: „Es ist Blasphemie, sich zu erdreisten, Jesus als Frau darzustellen.

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Sie wissen, dass wir uns als Katholiken die ganzen Jahre über still verhalten haben. Das Zweite Vatikanische Konzil – mit solch wundervollen, vom Heiligen Geist inspirierten Dokumente! … man hat sie falsch wiedergegeben und falsch ausgelegt, und jeder Vorwand ist recht, wie etwa diese Pantomime, den vatikanischen Dokumenten die Schuld zuzuschieben… Ich habe es satt, ich habe es einfach satt, in die „Ecke“ (eine Anspielung auf den Sendebeitrag Mother’s Corner, Anm. d. Ü.) gestellt zu werden.

Ich habe eure verallgemeinernde Sprache satt, die es ablehnt anzuerkennen, dass der Sohn Gottes ein Mann ist! Ich habe eure Tricks satt, eure Irreführung! Ich habe es satt, dass ihr einen Riss vortäuscht, wo ein großes Loch ist, in das wir alle hineinfallen werden. Nein, das war pure Absicht… Ihr habt eine Aussage gemacht, die nicht zufällig war.“ Sie holte tief Luft und schaute jetzt mit einem schneidenden Blick in die Kamera. „Ich habe dich, liberale Kirche von Amerika, so satt.“

Nachdem sie eine ganze Litanei von Freveln aufgezählt hatte, darunter die Geringschätzung der Eucharistie, das (an der Zen- Meditation orientierte, Anm. d. Ü.) Centering Prayer („Sammlungsgebet“) und den obligatorischen Sexualkundeunterricht in der Schule, explodierte Angelica schließlich. „Ihr seid krank… Ihr könnt nichts anbieten. Ihr könnt nur zerstören“, sagte sie schäumend vor Wut. „Ihr bringt keine Berufungen hervor, und es macht euch noch nicht einmal etwas aus – euer einziges Ziel ist zu zerstören!“

Mutter Angelica verschränkte ihre Arme, ihre Stimme schwoll an. „Der Heilige Vater ist ein heiliger Vater. Sein ganzes Amt besteht darin, die Wahrheit zu verkünden… und ihr zerstört sie schon, bevor sie in der Zeitung erscheint. Ihr lehnt euch dagegen auf. Ihr nennt ihn einen alten Mann… und schmuggelt uns diese Pantomime, diese Frau als Jesus unter. Ihr könnt diese großartige katholische Lehre nicht ausstehen, deshalb verderbt ihr sie, so, wie ihr vieles in den letzten dreißig Jahren ruiniert habt… Versucht es doch einmal mit Martin Luther King und stellt eine weiße Frau an seinen Platz und dann seht zu, was passiert! Versucht es mal mit Moses und Mohammed! Nein, wir sind ja die Einzigen, auf die man eindreschen kann, und wir schweigen dazu.“

Sie fauchte, um den Schmerz zu unterdrücken, ihre Augen wurden feucht. Wenn sie die Person Christi und die Kirche verteidigte, dann entfachte das in ihr einen wahren Zorn. Sie kaute förmlich jede einzelne Silbe, umklammerte das Kruzifix an ihrer Brust, als ob von ihm alle Redekunst ausginge, und fuhr fort: „Sehen Sie diesen Kragen (Kollar). Wir wählten diesen kleinen modischen Kragen, damit wir bei der modernen Welt, dieser heidnischen Gesellschaft, gut ankommen konnten… Wir werden ihn austauschen. Wir werden sehr römisch aussehen, weil ich ein Zeichen setzen möchte!“

Im Kloster Unsere Liebe Frau von den Engeln brach Jubel aus. Zumindest die im Zimmer des hl. Josef versammelten Schwestern spendeten Mutter Angelica Beifall.

„Ihr verbergt eure Absichten hinter einer Pantomime. Meine Ziele sind dagegen nicht verborgen“, sagte sie. „Bisher habe ich jedoch noch von niemand gehört, der euch widersprochen und euch in Bedrängnis gebracht hätte oder euch entgegengetreten wäre.

Dann mache ich es hiermit und spreche es offen aus… Ich nehme es euch übel, dass ihr eure antikatholischen, gottlosen Abwege den Massen in diesem Land aufdrängt… Lebt euer Leben in eurer Falschheit und euren Lügen – aber lasst uns damit in Ruhe… Verströmt euer Gift und eure Bosheit nicht über die ganze Kirche!“ Plötzlich wurde ihre Stimme ruhig. „Trotz allem, was ich eben gesagt habe, liebe ich euch und es tut mir sehr leid, dass es so weit kommen musste, aber es musste nun einmal gesagt werden.“

Mutter Angelicas öffentliche Kampfansage an den progressiven Flügel der katholischen Kirche hallte weit über den Weltjugendtag hinaus, wobei das eigentliche Pantomimespiel, das den Anlass dazu gab, ganz in den Hintergrund geriet.


kath.net-Lesetipp:

Raymond Arroyo: Mutter Angelica: Die unglaubliche Geschichte einer mutigen Nonne: Eine Nonne schreibt Fernsehgeschichte
Gebundene Ausgabe: 440 Seiten, Media Maria
ISBN: 3981145275
Preis 20,90 Euro

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Für Bestellungen aus der Schweiz: buch-schweiz@kath.net

kathTube-Video: Mutter Angelica u.a. über die Unbefleckte Empfängnis





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